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Hundeforum Der Hund
Kanae

Was haltet ihr von Hobby-Hundesittern?

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Am 26.11.2019 um 08:38 schrieb Simona1711:

Verstehe ich recht, du möchtest, daß Hundesitter eine Ausbildung machen?🤔

Nun, dann müßten aber viele ihren Hund abgeben, weil sie ganztags arbeiten und ihren Hund einem Hundesitter anvertrauen.

Ich bin übrigens auch ein Hundesitter ohne AUsbildung.

Nach über 20 Jahre Hundehaltung ohne Ausbildung, sitte ich ab morgen 6 Wochen lang den Hund einer guten Bekannten, die auf Reha geht.

 

PS: Und man sieht es ja bei vielen  Hundetrainer wohin Ausbildung führt....

Nein, das möchte ich nicht. Ich passe ab und an auf Nachbarshunde auf und sie auf meinen, unentgeltlich, auf Gegenseitigkeitsbasis, ich wurde aber schon öfters davor gewarnt, dass man einen Hundeführerschein braucht, um fremde Hunde ausführen zu dürfen und dass das Ordnungsamt mir Probleme machen könnte bei einer Kontrolle. Dazu kam es noch nicht, ich wüsste allerdings nicht, wie ich beweisen könnte, dass ich das nicht gewerblich mache. Es interessiert mich einfach nur :)

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@Kanae Ach so, es geht darum, dass man, wenn man auf einen anderen Hund aufpasst bzw. mit ihm Gassi geht, nicht in den Verdacht der Steuerhinterziehung kommt?

Meiner Ansicht nach ist diese Gefahr ziemlich klein. Da müsste das Ordnungsamt ja wirklich herumlaufen und kontrollieren wer genau der Halter eines kontrollierten Hundes ist.

 

Hundsitten auf Gegenseitigkeitsbasis finde ich absolut die beste Lösung. Wir hatten das auch mal mit unserer DSH. Im "Austausch" mit einem DSH Rüden. Klappte alles gut.

Die Hundesitterin schaffte es sogar,  unsere Katzenfeindin innerhalb von 1 Woche an ihre Katze zu gewöhnen. Als wir sie abholten, strich die Katze wie selbstverständlich um Jollys Beine herum. Da schauten wir aber!

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Das hab ich noch nie gehört, daß man einen Hundeführschein braucht, um andere Hunde auszuführen.  Aber vielleicht ist das neu?🤔

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vor 1 Stunde schrieb Simona1711:

Das hab ich noch nie gehört, daß man einen Hundeführschein braucht, um andere Hunde auszuführen.  Aber vielleicht ist das neu?🤔

 

In Bundesländern, in denen man auch einen Hundeführerschein braucht, um den eigenen Hund auszuführen, ist das selbstverständlich so. Aber das scheint bei Kanae ja nicht der Fall zu sein (oder sie/er hat schon so lange Hunde, dass der nicht nötig ist -das müsste sich dann aber auch auf andere Hunde erstrecken).

Bei gewerblichen Gassigängern könnte sich das ja aus dem einen oder anderen Landeshundegesetz ergeben. Aber wenn man das nicht gewerblich macht, wäre so eine Regelung schwer zu begründen. (Was auf kommunaler Ebene manchmal nicht so wichtig ist, da ist man z.T. sehr kreativ. In einer Stadt hier in der Nähe muss man angeblich schon ein Bußgeld bezahlen, wenn man nicht genügend Kotbeutel dabei hat, wobei einer pro Hund nicht genügt. Ich glaube das würde ich mir im Zweifel vor Gericht begründen lassen...)

 

Allerdings könnte sich je nach Rasse oder Größe der Fall ergeben, dass man auch als "legaler" HuHa nicht die Voraussetzungen erfüllt, um einen bestimmten Hund zu führen. Ich wüsste z.B. nicht, wie das hier in NRW wäre, wenn unsere "großen" Hunde von jemandem geführt würden, der selbst nur einen kleinen hat. Vermutlich müsste er dafür den Sachkundenachweis erbringen.

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Wenn es aufgrund einer Beißerei mit einem Fremdhund zu einer Verletzung des Hundesitters kommt, kann die Krankenkasse des Hundesitters schnell nach der extra abgeschlossenen Krankenversicherung des Hundesitters schreien und behaupten, der macht das gewerblich.

Ich würde unsere Hunde nur im absoluten Notfall einer "fremden" Person anvertrauen. Und dann auch nur mit Vertrag, der genau regelt, was ich erlaube und was nicht. Hilft zwar nicht, wenn meinem Hund etwas passiert, wäre mir trotzdem wichtig. Dann auch lieber dafür zahlen als unentgeltlich. Schwarzarbeit geht gar nicht.

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Hallo...wir haben vielen Jahren immer wieder Schüler (ab16) hier die die Hunde hüten.

Mal waren es welche die Hundeinteressiert waren ein andermal welche mit eigenen Hunden.

Alle haben wir gründlich "eingearbeitet" sprich -die waren erstmal zum gucken da,dann gemeinsam mit Uns und den Hunden den Tag verbracht und dann Stundenweise mit den Hunden alleine gelassen.Alle konnten so irgendwann auch mehrere Tage mit den Hunden alleine bleiben und wir das Haus ohne Sorge verlassen.

Unsere Hundesitter habe ich alle über die Minijob-Zentrale angemeldet und versichert.

Für Uns funktioniert dieses System seit 20 Jahren.Alle Hundesitter waren ca.3 Jahre bei Uns bevor sie ins Studium etc.gingen und dann auch hier die Gegend verlassen haben.

Die Hunde hatten damit nie ein Problem und freuen sich immer wenn Hundesitter kommt und ich finde meine Hunde auch immer entspannt und bestens versorgt wieder vor.

Das Bauchgefühl und die Chemie muß stimmen....so manchen Hundetrainer mit "Ausbildung" würde ich nicht an meine Hunde lassen.

                              LG Carlotta

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Am 26.11.2019 um 17:04 schrieb Renegade:

 

Da reibt sich mancher, der eine lange und anspruchsvolle Ausbildung mit mehreren Examina und Prüfungsarbeiten hinter sich hat, bei deren Stundenlohn die Augen...

Der Markt gibt es halt her...

 

Schon - aber wieviele Stunden arbeiten die denn, dass der Lohn/Stunde von Relevanz wäre?

Wenn lese, jemand nimmt 25 €/Stunde für eine Einzelstunde ( = 60 Minuten), dann ist das viel - das bekommt kaum ein anderer Arbeitender pro Stunde! Nur - die anderen arbeiten 8 h/Tag, haben Urlaub und bezahlte Krankheitstage, die hat der Hundetrainer in der Regel nicht. Außerdem arbeiten sie sicher nicht 5 Tage/Woche 8 h lang, und im Winter wird es auch merklich weniger mit den Kunden.

 

Sicher gibt es Ausnahmen, große Namen die sich den Namen alleine schon bezahlen lassen und die "Fließband-Training" betreiben, aber die meisten Hundetrainer die ich kenne (und das sind einige) arbeiten bei jedem Wetter ihre Stunden ab und bekommen dafür dann ihr Geld, von dem sie den Rest der Woche auch noch leben sollen. Ich schätze mal, die allermeisten Trainer können sich ihren Job nur leisten, weil sie einen Zweitjob/Erstjob haben oder der Ehepartner den Haushalt stemmt.

 

Von Steuern, die ab einem gewissen Umsatz notwendig sind und Versicherungen und allem Pipapo mal gar nicht angefangen.

 

 

Zum Thema: Wenn ich denjenige kenne und vertraue: warum nicht. Der Vorteil beim professionellen Sitter ist die Haftungsfrage, die sich vertraglich bedingt und somit die Möglichkeit, bei Problemen gerichtlich vorzugehen. es kann sein, dass man vor Gericht den Hobby-Sitter als "Freundschafts-Dienst" wertet und das bezahlte Geld als Aufwandsentschädigung. In dem Fall wäre der Hundehalter bzw deren Versicherung verantwortlich für die Übernahme von Schäden, und auf eventuellen eigenen Kosten (zB TA oder so) bliebe man selber sitzen wenn der Hobbysitter sich weigern würde.

 

Das ist halt ein Risiko, da muss man schauen wie man zu der Person steht.

Im Moment hüte ich den Hund meiner Freundin für 3 Wochen, der hund wäre sonst in einer (guten) Hundepension gewesen. Aber 3 Wochen fand ich schon sehr lang, daher mach ich es. Ich denke schon dass ich eine Aufwandsentschädigung bekomme (ich hoffe das doch sehr! :D  ist schon deutlich mehr arbeit als nur mein eigener Hund) aber es ist bei uns ganz klar ein Freundschaftsdienst.

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Am 2.1.2020 um 12:29 schrieb Lemmy:

Schon - aber wieviele Stunden arbeiten die denn, dass der Lohn/Stunde von Relevanz wäre?

Wenn lese, jemand nimmt 25 €/Stunde für eine Einzelstunde ( = 60 Minuten), dann ist das viel - das bekommt kaum ein anderer Arbeitender pro Stunde! Nur - die anderen arbeiten 8 h/Tag, haben Urlaub und bezahlte Krankheitstage, die hat der Hundetrainer in der Regel nicht. Außerdem arbeiten sie sicher nicht 5 Tage/Woche 8 h lang, und im Winter wird es auch merklich weniger mit den Kunden.

 

25 Euros für die Stunde? Aber gerne, wenn dafür auch was 'rüber kommt! :)

Ich habe bei einer Cum Cane Trainerin das Doppelte bezahlt. Und die hat auch nur mit Wasser gekocht (dies nur mal so am Rande bemerkt ).

Wenn ich nun auch noch die Dauer und die Kosten einer langjährigen akademischen Ausbildung zum Vergleich nehme, kommen Hundetrainer so schlecht nun wirklich nicht weg. Generell betrachtet.

Schlecht weg kommen eher die Akademiker, die nach ihrer Ausbildung von einem zum nächsten Praktikum hüpfen müssen - leider häufig ohne Aussicht auf eine einigermaßen vernünftige Daueranstellung.

Es gibt übrigens etliche Berufe, die von der Witterung und anderen äusseren Umständen abhängig sind und daher nicht ganzjährig 8 h am Tag ausgeübt werden können.

Ich wüsste davon aber jetzt keinen Berufszweig, der deshalb seine Kunden für seine Leerzeiten mitbezahlen liesse.

 

 

 

 

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Aber so richtig werden Probleme im Winter doch nicht weniger... ein klassischer saisonaler Beruf ist das nicht.

 

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