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Hundeforum Der Hund
Hansini

Deutscher Jagdterrier

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Ich hab auch gleich 2 davon - einer reicht einfach net, um mich auszulasten *ggggggg

Den Großen hab ich mit eineinhalb aus dem TH geholt - ist aber zugegebenermaßen ein Mix mit Foxl. Aussehen aber 100% DJT. Und von der Art her auch - vollkommen bekloppt, Bremse wurde ihm nicht mitgegeben bei der Geburt, draußen wird alles nur im Schweinsglopp abgelaufen.

Anfangs hatte der nen Radius von über 100 Metern um mich rum, das haben wir im Laufe der Jahre etwas reduziert auf "Rufweite" - und die ist abhängig von Tagesform, Wetter, Umgebung (Waldrand eher geringer, im überschaubaren Feld weiter weg), Tageszeit (Dämmerung etwas weniger...).

Verträglich mit so gut wie allen Hunden, er war eineinhalb, als ich ihn holte, und vollkommen unerzogen und unausgelastet, hatte beim Vorbesitzer wohl wegen mangelnder Auslastung Vieles zerstört und Lärm gemacht in der Mietwohnung, konnte nicht alleinbleiben. Bei uns geht´s - und wir haben das nicht mal explizit geübt.....

Herkunft: beide Eltern mit Brauchbarkeitsprüfung, also im jagdlichen Einsatz.

Er liebt alle Menschen, ist beim Spielen manchmal etwas übermütig (wenn ich ihn zu hoch drehe) sodaß er zu fest kneift o.ä., nimmt sich aber bei nem "AU!" sofort zurück und leckt die Hand etc.

Ich hab nach gut eineinhalb Jahren mit ihm die BH gemacht, und inzwischen läuft er so gut wie überall ohne Leine rum, es gibt sogar Tage, wenn ich mit anderen Hunden im Wald oder Waldrandlage unterwegs bin, wo ich ihn ebenfalls ableinen kann. Anfangs ist er mir beim Gassi einige Male abgehauen zum Jagen, hab ihn einmal 3 Stunden lang gesucht..... *bibber....

Irgendwann hab ich gelernt, ihn zu lesen, und dann eben an die Leine zu nehmen, wenn er zu sehr auf "Jagen" gebürstet ist. Rückruf von der Spur funktioniert super - nur Rehe/Hasen, die sich bewegen, darf er nicht sehen, dann bin ich machtlos. Muß also gut vorausschauend spazierengehen. Damit kann ich gut leben.

Beschäftigung: 1x die Woche Mantrailing. Daheim liegt er im Körbchen und chillt den ganzen Tag, wenn ihn keiner hochdreht, und unsere Kleinste (Pudel-Pinscher-Mix - und die hält durchaus in Sachen Temperament mit ihm mit!) ihn net mobbt - dann geht die Post ab zwischen den beiden - spielerisch, natürlich! Aber da ist immer sie diejenige, die das Spiel beginnt.

Terrine Nummer 2: ein Mädel, kam mit 8 Jahren aus dem Tierschutz zu mir (Tschechei). Blind, artgenossenaggressiv, vermutlich durch die Blindheit. Jetzt nunmehr 12 Jahre alt. In Sachen Temperament nicht wirklich ruhiger als der Große (der ist jetzt 7......), verschmust daheim wie nix Anderes, liebt Menschen, egal, ob groß oder klein, läßt sich genauso schnell hochdrehen und auch wieder abschalten wie der Große. Wird ebenfalls (seit diesem Winter erst!) 1x pro Woche getrailt, und ist daheim ebenfalls sehr ruhig.

Zerstört haben beide noch nie was, rumgekläfft wird fast gar nicht. Der Große nur, wenn er zum Spielen hochgedreht wird, ansonsten ist dem in der Wohnung auch mit viel Mühe kein Laut zu entlocken (ganz anders draußen beim Spiel, oder auf der Spur...*hust....), und das Mädel kläfft auch nur, wenn sie draußen ein Motorrad hört, oder sie mitkriegt, daß ich heimkomme, damit ich sie begrüßen komme. Ansonsten ist Ruhe im Karton.

Richtig tolle Hunde, die in der richtigen Privathand durchaus seeehr glücklich sein können!

Hab mal wo nen Kommentar gelesen á la: "laß mich Deinen Hund mal auf die Jagd mitnehmen, dann siehst Du, was ein glücklicher Jäger ist" - also, wenn das das einzige Argument ist.... Dann müßte man ganz woanders anfangen, auszumisten: die Border und Aussies an die Schafe, die Dackel in den Bau, Schäfis an die Schafe, Retriever in den Wald, Weimaraner zur Jagd..... Dann hätte bald keiner mehr einen Hund. Welche unserer Rassen hat sich denn nicht irgendwann aus einer Arbeitsrasse heraus zum Familienhund entwickelt? Und wenn jemand mit dem Temperament des Hundes zurechtkommt, und der Hund einfach paßt - warum nicht? Ich find´s einfach arrogant, zu sagen, KEINER kann mit nem DJT, der nicht jagt. Beim Jäger jagt der Hund 3x in der Saison, den Rest der Zeit hockt der auch als Familienhund da! Und jemand, der im privaten Bereich den Hund regelmäßig mittels Trailen oder Fährtenarbeit o.ä. Suchspielchen auslastet, tut doch da mehr für den Arbeitswillen des Hundes als solch ein Jäger!

Vor allem: ich habe jetzt 2 aus dem Tierschutz. Welcher Jäger holt sich nen Arbeitshund aus dem Tierschutz, bei dem er nicht weiß, wie das jagdliche Talent des Tiers aussieht, er keine Papiere geschweige denn Prüfungen hat (ohne Papiere wird in einigen Bundesländern nicht mal die Ausbildung geschweige denn eine Prüfung zugelassen!), nicht weiß, wie alt genau der ist, was er erlebt hat, wie er groß geworden ist, etc. etc.? Sollte man all diese Hunde im Tierheim sterben lassen? Wären sie dort besser ausgelastet als in Privathand?

Und ganz ehrlich: die besten Hunde z.B. zum Trailen sind Jagdhunde. OK, allen voran der Bloodhound (sagen zumindest dessen Besitzer), aber danach gleich andere Jagdhundrassen. Und nen Jagdterrier halte ich wenigstens, wenn der unterwegs ist. Bei nem 60-Kilo-Blood kann das so schnell keiner von sich behaupten.... Würde ich einsatzmäßig trailen wollen, käme mir daher nur ein DJT aus ner seriösen Zucht in Frage. Kriege ich den dort nicht, was dann? Juhu - der nächstbeste Vermehrer.... ist damit der Rasse besser gedient? Fragen über Fragen....

PS: der Hund von Kiwi ist optisch alles, aber kein DJT vom Aussehen her, wage ich mal zu behaupten. Die einzige Gemeinsamkeit ist die Fellfarbe - die hat er aber auch mit dem Schäfer gemein..... *gg Allein schon die Kopfform ist nicht terrierig.

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