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Hundeforum Der Hund
Mulle

"Erste Male" - ein Laborbeagletagebuch

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Wie schön...

Nun beginnt ein neues Leben für die Maus.

Wegen der Näpfe, im Krankenhaus gibt es doch immer alles in Nierenschalen aus Metall, vielleicht auch im Labor? Und im OP tragen die Leute auch diese Crogs, vielleicht hat sie da schlechte Erinnerungen. Oder sogar sehr wahrscheinlich.

Danke, dass ihr uns daran so teilhaben lasst, und das ihr das Risiko eingeht. Mit der richtigen Portion Optimismus bekommt ihr das sicher hin.

Viele Geduld, die wünsche ich Euch für die nächsten Wochen und Monate.

Liebe Grüße

Mara

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Wie schön, dass Selma bei euch ein tolles neue Zuhause gefunden hat.

Sie wird sich sicher gut bei euch einleben.

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Wer tut sowas Tieren an das ist so traurig

Da schäm ich mich Mensch zu sein

Hoffentlich finden dieses misshandelten Tiere ein Platz

Jemanden der innen zeigt das sie auch etwas Wert sind

Ich verabscheue tierversuche !!!!

Und Wünsche dennen die diese durchführen von herzen alles erdenklich schlechte!

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Ich verabscheue tierversuche !!!!

Und Wünsche dennen die diese durchführen von herzen alles erdenklich schlechte!

Mal sehen ob du noch immer so denkst, wenn du ernsthaft erkrankst oder einen Unfall hast und auf Medikamente oder eine OP angewiesen bist, damit dein Leben gerettet werden kann...

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Wer tut sowas Tieren an das ist so traurig

Da schäm ich mich Mensch zu sein

Hoffentlich finden dieses misshandelten Tiere ein Platz

Jemanden der innen zeigt das sie auch etwas Wert sind

Ich verabscheue tierversuche !!!!

Und Wünsche dennen die diese durchführen von herzen alles erdenklich schlechte!

Um darauf mal als erstes einzugehen:

ich bin sicher, dass Selma nicht misshandelt wurde. Sie hat Einstichstellen an den Beinen, vermutlich von Blutabnahmen, und sie kennt zwei Kommandos und führt diese sehr lieb und entspannt aus: "Gib Pfötchen" und "Gib anderes Pfötchen."

Das ist einerseits traurig und andererseits irgendwie tröstlich. Selma ist in jedem Fall verstört. Aber ein misshandelter Hund sieht anders aus.

Klar ist leider auch, dass es misshandelte Tiere gibt. Das sind leider nicht die, die rauskommen :(

Mit Hass oder Wut kommen wir in jedem Fall nicht weiter. Das nützt niemandem und macht nur schlechte Stimmung.

Ich hab mich für gute Stimmung entschieden; das scheint meinem Hund wohler zu tun.

Vielleicht ist sie einer der Hunde, an denen angehende Tierärzte - Menschen, die Hunde lieben - das Blutabnehmen lernen. Denn mal ehrlich: Wer von euch würde es erlauben, dass sein Hund dafür genutzt wird, dass ein Student seine erste "Übung am Tier" macht?

Dann mal ein Update der letzten Tage:

14.04.12

Heute ist irgendwie alles sehr durcheinander, Selma schwankt von einem Extrem ins andere.

Heute Morgen hat sie mich geweckt, indem sie ins Bett kam und mich halb platt geschmust hat. Dass Hunde frühmorgens ins Bett kommen dürfen, hat sie schnell begriffen (vorerst ): Sie orientiert sich an Abby und kommt kurz nach ihr.

Ich dachte, die Kleine kriecht in mich rein. Da wurde geschnuffelt und geschmust und geschleckt - und das mit ihrem Mundgeruch *börkz*. Die Zähne müssen schnell gemacht werden, das ist kaum auszuhalten

In meinem Arm hat sie dann noch ein Stündchen gedöst.

Frühstück war dann irgendwie schlimm ...

Eben noch wollte sie mich zu Tode kuscheln - und kaum hab ich Futter in der Hand, hat sie Angst vor mir

Futter scheit noch eine komische Sache zu sein: Sie will es definitiv, es schmeckt ihr auch ... aber sie wirkt beim Füttern enorm gestresst und ist immer kurz vor Flucht.

Draußen war sie dann recht gut drauf, hat wie wild geschnuffelt (ich warte auf den Spurlaut - die hat's drauf!) die ersten Nachbarshunde kennengelernt und wieder brav all ihr Pipi beim Spaziergang verteilt. Yeah!

Diesmal ist sie sogar alleine über die Türschwelle ins Haus gekommen (Türschwellen sind ihr suspekt und gestern musste ich sie noch tragen).

Und seitdem sitzt sie dekorativ wie ein Steiff-Tier auf der Couch, klemmt das Schwänzchen ein und findet wieder alles doof. :(

Möglich, dass es ihr jetzt ein wenig schlecht geht. Sie hat zwar von Anfang an gefressen, aber noch nicht gekackt. Ich hoffe, das kommt bald mal.

Werde sie jetzt mal zu einer weiteren, kleinen Gassi-Runde *motivieren*. Dann bin ich zwar wieder die Doofe, die sie nicht auf ihrer Couch hocken lässt, aber was sein muss ...

Ich denke, das wird schon.

Rückschritte gehören dazu, und wer nicht kackt und nicht schläft, muss sich ja auch nicht wundern, wenn's ihm schlecht geht.

Heute Nachmittag haben wir noch einen sehr schönen Spaziergang allein gemacht. Nur Selma und ich. So ablenkungsfrei (ansonsten läuft Abby mit) hat sie sich schon schön an mir orientiert und immer wieder zu mir gesehen. Ich lobe das neben-mir-gehen immer, habe aber noch nicht den Eindruck, dass ihr meine Worte etwas bedeuten. Für den Anfang reicht mir das allerdings an "Anti-Leinenzieh-Training". Und wie sie zieht!

Ganz schön viel Kraft in dem kleinen Tier. Ein paar Tage gebe ich ihr noch zum Kennenlernen der neuen Welt, dann wird das angegangen.

Am See haben wir uns am Ufer in die Sonne gesetzt und die Enten beobachtet; winzige Flauschküken kamen bis auf einen Meter an uns heran und Selma hat ihnen ganz entspannt und interessiert zugesehen. Wie blöd, dass ich keine Kamera dabei hatte! Tiere sind also absolut kein Problem, auf Hunde geht sie neugierig zu; bloß eine Jack Russel Hündin wurde bisher entschieden, aber aggressionsfrei "weggeschickt".

Abby beginnt im Spiel kleinere Dominanzzeichen zu setzen. Wenn sie zu heftig spielt (die Ohren! - Da MUSS man doch reinbeißen!), revangiert sich Selma mit einem "Bodycheck" in die Hinterbeine. Interessant, das zu beobachten. Es wird auch schon enorm viel gekuschelt - da haben zwei wahnsinnige Schmusebacken gefunden

Am Abend kam das langersehnte erste Häufchen (nach drei Tagen - und gleich ein schickes, festes, kleines Barf-Würstchen)

Inzwischen schläft sie auch auf ihrem Lieblingsplatz auf der Couch (vorher hat sie hundemüde dort gesessen, aber nie geschlafen). Leider frisst sie bisher auch nur dort ... Napf hinstellen und abwarten klappt nicht wirklich. Es dauert zu lange, so lange können wir Abby und die Katzen nicht davon abhalten, das Fressen zu klauen. Eine große, offene Wohnküche hat ihre Nachteile - getrenntes Füttern wird schwierig.

Das Fressen wird aber entspannter. Inzwischen scheint sie nichts Schlimmes mehr zu erwarten, wenn Futter kommt. Nach dem Hackfleisch an den ersten beiden Tagen gab es zum ersten Mal geschnittenes Rindfleisch - es scheint sehr gut zu schmecken und das Kauen klappt immer besser =)

Viel von dem, was ich als Zahnstein vermutet habe, schien nur Belag gewesen zu sein, die Zähne sehen schon besser aus!

15.04.12

Der Tag beginnt wie gestern: Schmusen im Bett, Fressen auf der Couch, dann spielt sie Steiff-Tier :???

Nach wie vor macht sie ihr Geschäft ausschließlich draußen. Zu sagen, sie wäre stubenrein ist sicher verfrüht, das kann sich noch ändern, aber bisher hatten wir *klopfaufHolz* keine Unfälle.

Sie liebt meine Kinder, auch wenn die mal aufdringlich, ungeschickt oder laut sind. Immer schmiegt sie sich bei ihnen an und freut sich, wenn sie kommen. Ein richtiger Kinder-Hund.

Beim Gassi am Nachmittag kommt es zu unserem ersten Schock-Moment.

Ich gehe mit ihr und Abby einen kleinen Weg an Gärten entlang, da scheppert hinter einem hohen Zaun ein Kind mit Laufrad in den Zaun und Selma erschrickt so, dass sie voll in die Leine springt, einen Halbkreis um mich rennt und - plötzlich nackig dasteht.

Ich hab keine Ahnung, wie das passieren konnte, hatte ich doch eher die Befürchtung, Halsband und Geschirr könnten etwas eng sitzen. Aber das ganze Zeug lag - trotz doppelter Sicherung UND diesem Verbindungsstück von Halsband und Geschirr - plötzlich auf dem Boden ... Selma frei.

Mir schoss nur die Tätowierungsnummer durch den Kopf, ich ging schon alle Nummern durch, die man anrufen könnte, um den Hund wiederzufinden. "Nebenbei" hab ich mich schnell hingehockt und "Selma - schnell hiiieeer!" gerufen - nicht wirklich mit der Hoffnung, sie würde hören. Wir üben das zwar schon, aber mit eher mäßigem Erfolg.

Sie hörte aber :o

Sie kam nicht direkt zu mir, aber sie drehte um und flüchtete zumindest in meine Richtung (oder eben zufällig in dem Moment in Richtung Zuhause) und als sie an mir vorbeiflitzte, konnte ich sie am Fell packen.

Puh, was für ein Schreck. Ich sah den Hund schon über alle Berge.

Komischerweise ist sie seitdem viel entspannter, kommt für ein Leckerli (getrocknetes Rindfleisch mag sie offenbar am allerliebsten) sogar von der Couch und wedelt, wann immer ich sie angucke =)

Nun muss ich nur schnell zusehen, ein ausbruchsichereres Geschirr für sie zu bekommen - sowas brauch ich echt nicht nochmal. :no:

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Mulle, ich finde das sooo toll, wie ihr das meistert - lese hier schon von Anfang an begeistert und voller Hochachtung mit. Ich würde mir das selbst nie zutrauen: einen Hund mit so einer Vorgeschichte, auch noch voller unbekannter "Minenfelder", und dann noch ein Beagle...es ist schön zu lesen, dass es Menschen wie Euch gibt, die einfach die Ärmel hochkrempeln und etwas Gutes tun.

Den Schreck, Selma auf einmal ohne alles dastehen zu sehen, kann ich mir gut vorstellen - Alptraum! Ein Glück, dass sie in dem Moment auf Dich gehört hat, sie scheint schon eine Menge Vertrauen gefasst zu haben zu Dir/Euch. Toll!

Bitte berichte weiter... :)

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Auch ein herzliches Dankeschön von mir. Der Tierschutz braucht mehr Leute wie Ihr es seid.

Vielen, vielen Dank.

Iris

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Liebe Mulle,

ich bin ein riesen Fan von Dir und Selma. Freue mich jedes mal, wenn es was neues von Euch zu lesen gibt :)

Danke, dass Du uns an deinen Erfahrungen und Erlebnissen mit der hübschen Maus teilhaben lässt. Finde deine Einstellung und Denkweisen super, besser hätte es Selma gar nicht treffen können. =)

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Mit der Angst beim Füttern: Könnte es damit zusammenhängen, dass sie in der Meute (zumindest die in der TiHo leben nicht in Einzelhaft, sondern im Gehege) wenig zu sagen hatte und in dem Moment, wo sie ihr Futter bekommt bzw. Du es zubereitest sie Angst hat, dass "die anderen" es ihr gleich wegnehmen?

Das ist sehr häufig bei Pferden in Gruppenhaltung so, dass der rangniedrigste beim Füttern statt zu fressen, anfängt zu koppen. Als Übersprungshandlung um Straß abzubauen, weil er weiß, er wird gleich vertrieben. Das machen diese Pferde weiter, auch wenn sie in ganz anderen Herden stehen oder seperat gefüttert werden. Das Verhalten setzt sich einfach fest. Weil es durch Serotonin-Ausschüttung im Gehirn selbstbelohnend ist. Vielleicht ist ihre "Übersprungshandlung" das Sitzen wie ein Steiftier danach.

Muß nicht sein, nur so´ne Idee.

Versuch doch, sie aus anderen Näpfen (Plastik, Holzschüssel....) oder vom Boden direkt zu füttern. Irgendetwas, was das Ritual durchbricht.

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Hauptsache die Kleine frisst,

wo wäre mir in Eurer Situation vermutlich auch erst mal wurscht ... ;)

Apropo Füttern:

Einfach Napf hinstellen mache ich auch nicht, ich bleibe beim Füttern immer dabei.

Sonst frißt die kleine Beageline sehr hektisch (oder gar nicht)

und guckt immer zu dem gierigen großen Plüschkopf, der am liebsten beide Portionen hätte... :D

Bei mehreren Hunden muss man einfach gucken, wie die Fütterung am besten läuft.

Weiter alles Gute mit der Süßen!

LG,

Schnüffelmaus

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