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Hundeforum Der Hund
Arak1

Rund um „Listenhunde"- wer hat einen, Auflagen, Hundesteuer usw.

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Hättest ja auch fragen können: Wie geht's Arak? o.ä.

 

Ich mache mir grundsätzlich keine Sorgen um Phantome.

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Nun ist auch wieder gut- schließlich geht es hier um Listis und nicht um meinen Hund. :)

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Alles gut- nur so fürs nächste Mal. Hättest ja auch fragen können: Wie geht's Arak? o.ä.

 

Dann bin ich mal neugierig und frage dich direkt :)

 

Wie wurden Arak die letzten Tage so angenehm wie möglich gemacht? Erzähl doch ein bischen - man kann durchaus ja auch noch was mitnehmen, so als "Schwarzhundehalter" der ich nun mal bin und wieder werde.

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Ich muss nebelfrei leider zustimmen: Es gibt viele Leute, die es gerade geil finden, dass andere Menschen ohne oder mit Hunden lieber einen riesigen Bogen machen anstatt sich darauf zu verlassen, dass das ja auch nur ganz normale Hunde sind. Jeder, der mal eine Beißerei mit einem "Listi" erlebt hat (so wie ich), verzichtet auf eine mögliche Wiederholung und nimmt dafür auch in Kauf, dass typische Listenhundhalter sich prächtig amüsieren, wenn man ihnen ausweicht.

 

Ich kenne viele sehr liebe und unaggressive Listis, es gab sie ja auch schon früher, als sie noch nicht zur Machtikone bestimmter Kreise geworden waren, Karenin hatte viele bullige Freunde, aber ich muss ehrlicherweise sagen, dass für mich die Aufenthalte an schönen Wochenenden am Grunewaldsee erst seit Inkrafttreten der Berliner Hundeverordnung wieder entspannter sind. Schöne Wochenenden sind immer eine gewisse Herausforderung, aber nichts gegen die Reihen junger, muskulöser, kahlgeschorener Männer mit ihren erschreckend ähnlich aussehenden Hunden, die sich früher zahlreich dort tummelten. Das war nicht nur für mich als "gebranntes Kind" furchteinflößend, viele andere Hundehalter besuchten diese Gegend damals gar nicht mehr und halten teilweise bis heute daran fest, weil sie sich nicht vorstellen können, dass dieses Publikum einfach nicht mehr da ist. Ich hoffe sehr, es kommt nicht wieder! Nicht für mich, ich hatte nie Angst vor diesen Hunden, aber für meinen Hund und für die Listen- Hunde, denen man echt nicht wünschen kann, dass sie wieder legal in solche Hände geraten können.

 

Natürlich werden die Falschen bestraft, wenn man die Hunde durch die nun schwierige Vermittlung teilweise zu lebenslänglich hinter Gittern des Tierheims verdonnert, aber leider kann man dem entsprechenden Vermehrer- und Halter- Klientel Vernunft nicht aufzwingen und auch Tierliebe und Respekt vor Mitmensch und Mittier nicht. Insofern sind hohe Steuern eine hübsche Idee, aber wahrscheinlich nicht die wirkungsvollste. Wirkungsvoller war das Wort "Verbot" (Zucht, Einfuhr, Haltung), glaube ich, da diese Leute keine Lust haben, mit dem Gesetz so sichtbar leicht in Konflikt zu geraten.

 

Es kam übrigens interessanterweise nicht so, wie viele Kritiker der Hundegesetze es prognostizierten, nämlich, dass sich die Listi- Leute dann eben anderen Rassen zuwenden. Und das ist auch ganz logisch, finde ich. Zieht man die Legenden über "echte" Kampfhunde in Betracht, die besagen, dass diese Hunde einerseits stets ausgesprochen freundlich dem Halter und Menschen allgemein gegenüber zu sein hatten, da man sie sonst im Kampfring niemals ungefährdet hätte trennen können, andererseits aber geradezu schmerzunempfindlich und kampfbereit bis in den Tod einem Artgenossen gegenüber sind, scheint es sinnvoll, von einem "Kampfhund" nicht einfach zu einem Kangal, schwarzen Russen oder ähnlich beeindruckenden Gesellen zu wechseln. Die entsprechenden Halter verfügen zumeist über nicht soooo viel Hundeverstand, dass sie sich die großen, kräftigen und evtl. gefährlichen "Alternativen" zugetraut hätten. Auch da gibt's unschöne Ausnahmen, aber in der Masse blieben die Listi- Halter offenbar hundelos oder tauchten einfach gar nicht mehr mit ihren Hunden in der Öffentlichkeit auf. Hinzu kommt, dass die großen pelzigen Hunde zu gemütlich wirken und nicht diesen Bodybuilder- Schneid repräsentieren wie es die Pitbulls, AmStaffs & Co. eben tun.

 

Im Berliner Tierheim sind die Listenhunde übrigens in einem eigenen Gebäude getrennt von allen anderen Rassen untergebracht. Und das aus einem traurigen Grund: Kommen "bestimmte" Interessenten, will man ihnen die vorhandenen Listenhunde erst gar nicht zeigen. Diese Menschen werden durch die Reihen der anderen Hunde geschickt, damit sie sich nicht etwa einen der Listenhunde aussuchen und dann einen "unauffälligen" Interessenten- Strohmann schicken können, um den begehrten Kampfhund zu holen, den sie selbst garantiert nicht bekämen. Mir wird ganz übel, wenn ich mir vorstelle, dass solche Knallköppe womöglich wieder legal an solche Hunde kommen könnten.

 

Für mich käme ein solcher Hund nicht in Frage. Ich weiß, dass die meisten Mitmenschen sich vor ihm fürchten würden. Ob das üble Image nun stimmt oder nicht, ist mir dabei egal, denn die Furcht ist real und von Medien und Politikern auch kräftig geschürt worden. Das ist keine diffuse unbegründete Angst, sondern eine ganz konkrete, die mit wahrlich schauerlichen Bildern verknüpft ist. Muss man seinen Mitmenschen nicht zumuten.

 

Etwaige Anfeindungen hätte ich (weiblich) auch zu befürchten, ebenso wie der ältere Herr, von dem weiter oben die Rede war. Ein junger, kraftstrotzender Mann mit einem Pitti an der Leine muss sich diese Sorgen eher nicht machen. ;)

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Danke Andrea,

Ich hab deinen Beitrag zwar schon "geliked", aber ich möchte dir hier auch noch danken, du sprichst mir aus der Seele.

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@ Andreas und er : Du hast Recht. Aber ein Tierheim sollte eigentlich allen Tiere eine Chance geben. Wenn Sie es so machen haben Pitbull, Staffi und Co. wieder keine Chance..

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Nee, nee, Arak, das ist durchaus zum Wohl der Hunde so. Die Tierheimmitarbeiter haben halt entsprechende Erfahrungen gemacht und machen das nicht aus Gemeinheit. Dann lieber im Tierheim als bei Menschen, die sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und aus völlig falschen Gründen aus dem TH heraus schwindeln! An andere Leute werden sie natürlich vermittelt.

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Ah okay. Kann man Listenhunden denn irgendwie helfen?

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Ja, indem man den Tierheimen Geld spendet z. B.

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