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Hundeforum Der Hund
Estray

Können Hunde stolz und neidisch sein?

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Ich kann ja nur meine eigenen Gedanken und Mutmaßungen hier äußern, wenn Du es anders siehst, ist das völlig O.K.
Ich war ja nicht dabei, ich kann mir gar kein Urteil erlauben ;)

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Mh,, kam das jetzt blöd rüber? Ich meinte es jedenfalls nicht blöd oder so :)

 

vor 10 Minuten schrieb benno0815:

Das kann man tatsächlich mit Freude über die wiedergewonnene Sicherheit interpretieren.

 

Also nicht: ich bin stolz, das geschafft zu haben

sondern: ich bin froh, wieder in Sicherheit zu sein /ich bin froh, dass dieser Grusel vorbei ist

 

Die Kategorien sicher // unsicher (oder gefährlich // ungefährlich) spielen bei Tieren, denke ich, eine enorm wichtige Rolle, viel mehr als bei uns Menschen, und ich sehe ganz oft Verhalten /Reaktionen, die darauf beruhen -bzw. ich interpretiere es so.

 

 

Vielleicht hängt deine Sicht und meine Sicht auch irgendwie zusammen, denn: Ist Stolz nicht immer auch mit wiedergewonnener (Selbst-)Sicherheit verbunden? *denkdenk*?

 

Bevor Stolz empfunden wird, wird doch erstmal auch Unsicherheit empfunden. Also bei Menschen z.B. vor einer Prüfung: Unsicheres Gefühl (+ Gedanken der Unsicherheit "Schaffe ich das?"). Nach der bestandenen Prüfung: Stolzes Gefühl und man fühlt sich wieder (selbst-)sicher. 

 

Danach ist doch auch der Mut größer, es nochmal zu machen, das sicherere Gefühl, es nochmal schaffen zu können.

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vor 6 Minuten schrieb KleinEmma:

Bevor Stolz empfunden wird, wird doch erstmal auch Unsicherheit empfunden.

Nicht unbedingt. Wenn ich z.B. etwas zeichne und ich habe noch nicht einmal eine spezielle Idee vor Augen (das ist so ein tolles Zitat von Rauschenberg: "Ideen sind ganz schlimm. Wenn ich eine Idee habe, gehe ich erstmal spazieren, um sie wieder zu vergessen") und mache weiter und schließlich kommt etwas dabei heraus, was mir gefällt, was einen Punkt trifft. Darauf kann ich auch stolz sein, weil es irgendwie freuen kann. Ich hoffe man versteht, was ich meine.

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Mh ok, stimmt irgendwie. 

 

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Die Gefühlspalette ist ja sehr groß und beschreibt unterschiedliche emotionale Nuancen mit unterschiedlichen Hintergründen/Motivationen.

Das Ganze ist natürlich sehr menschengeprägt und mit menschlichen Begriffen und Vorstellungen gespickt.

Dazu kommt, dass wir auch oft einen Zeitfaktor berücksichtigen: "Ich wünsche meinem Nachbarn mit dem protzigen Auto, dass er beim Rausfahren aus der Garage den Pöller mitnimmt!"

oder: "Ich beneide den Nachbarn um sein neues Auto - so eines will ich auch, und deshalb mache ich an anderen Stellen Einsparungen/arbeite mehr, damit ich mir das auch holen kann."

 

Diese Assoziationen, auch diese zeitliche (zukunftsgerichtete) Denkweise finden wir bei Hunden sicher nicht.

 

Wenn wir diese menschlichen Aspekte mal aus unseren Vorstellungen abziehen, dann bleibt unterm Strich für "Stolz" z. B. wirklich das erhabene Gefühl, eine besondere Leistung vollbracht zu haben, und bei Neid ein Mangelempfinden von Etwas, das jemand Anderes in dem Moment hat.

 

Vasco wollte gerne auch wie Amigo ein Dummy aus tiefem Wasser holen können - und hat deshalb im zarten Alter von 4 Jahren Schwimmen gelernt.

Hunde kann es übrigens auch "aus den Schuhen hauen" ... 

Vasco als Spätschwimmer ist immer nur kurze Distanzen geschwommen - bis 5m war für ihn völlig ausreichend.

Hatte ich ein Dummy für Amigo geworfen (Schwimmen - wo ist das Problem, ist doch geil!), so ca. 15-20m Schwimmdistanz.

Bei ihm arbeite ich gerne mit Impulskontrolle, was ich auch in dem Moment tat.

Schön an meiner Seite sitzen, ich geh in Stellung um mit der Hand einzuweisen, Amigo wartete das Kommando ab ...

... und derweil marschierte Vasco, den ich bei dieser Distanz überhaupt nicht auf dem Plan hatte, seelenruhig an uns vorbei, ins seichte Wasser ... und schwamm dann zielgerichtet los zum für ihn weit entfernten Dummy :whistle

 

Ich schwöre - Amigo hat mich mit riesengroßen Glubschaugen angesehen, ich habe Amigo mit riesengroßen Glubschaugen angesehen - wir waren beide völlig perplex: "DAS hat der ja noch NIE gemacht!!! - Seit wann kann der soooo weit Schwimmen???smilie_sh_015.gif "

 

Vasco kam übrigens völlig gelassen aus dem Wasser - mit Dummy im Maul, und hat mich gefragt: "Is was, Doc?"

Zumindest körpersprachlich ;)

 

Ich finde, solange ich mit dem Benennen der Gefühle beim Hund mit menschlichen Begriffen nicht auch menschliches Handeln daraus folgere, kann man es so halten wie @benno0815:

 

Ist doch egal :)

 

 

 

 

 

 

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vor 8 Minuten schrieb KleinEmma:

 

Mh,, kam das jetzt blöd rüber? Ich meinte es jedenfalls nicht blöd oder so :)

 

 

Nee, überhaupt nicht, ich wollte damit nur sagen: Ich weiß es doch auch nicht! ;):)

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vor 3 Stunden schrieb benno0815:

Ich bin beispielsweise stolz, wenn ich viel gelernt habe und dann eine Prüfung geschafft habe. Zurückblickend weiß ich, dass der Fleiß sich bezahlt gemacht hat.

Glaube, Du denkst viel zu kompliziert ... oder sollte ich sagen: "Zu menschlich" ?;) . Zumindest scheinst Du an menschlichen Massstäben zu messen (was ich dem Hund gegenüber nicht für ganz fair halte, nett gemeint).

 

Zum einen werden Hunde solch komplexen Leistungs-Szenarien gar nicht unterworfen (sie müssen also nicht schaffen was Mensch schafft ... sie bewältigen anderes, Hundesachen halt) und dasselbe gilt somit auch für Prüfungsvorbereitungen und solche Dinge wie Fleiss, etc. pp.. Davon abgesehen, dass ich davon ausgehe, dass der Stolz eines Hundes bei seinem Erfolgserlebnis (sein persönlich individuelles Erlebnis) bleibt und er nicht komplex darüber nachdenkt, wie fleissig er in der Vergangenheit hat dafür trainieren müssen. Er wird sich nur den letzten Weg merken, wie er zum Ziel gekommen ist und nicht über das gelassene "Blut und Schweiss" sinnieren.

 

Wenn man das ganze Wie und Warum (die weiterführenden Erklärungen und Varianten) darum herum weg lässt, ja, auch Tiere wie unsere Hunde können Stolz empfinden. Ansonsten müssten wir uns extra für die Tiere einen neuen Begriff einfallen lassen, wenn sie z.B. hoch erhobenen "Hauptes" stolzieren, weil sie irgendwas erreicht haben, was aus der Perspektive des Hundes (des jeweiligen Individuums) eine besondere Leistung ist.

 

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vor 1 Stunde schrieb KleinEmma:

Kimba ging höchstens mit den Pfoten ins Wasser. Schwimmen fand sie furchtbar, das fand sie unheimlich. Eines Tages waren in Portugal am Meer. Zum Meer musste mal zuerst durch einen Meeresarm gehen - wir  konnten gehen, die Hunde mussten schwimmen, bzw. Kimba habe ich getragen. Nach ein paar Tagen zappelte Kimba rum und wollte nicht getragen werden. Ok, also habe ich sie wieder abgesetzt und bin ins Wasser gegangen. Kimba gab sich einen Ruck und - schwamm neben mir zum anderen Ufer. Ehrlich, man sah ihr den Stolz an. Sie trabte mit hoch erhobenem Kopf und ist auch auf dem Rückweg wieder geschwommen.

 

Nee, das würde ich nicht wie Juline interpretieren, Kimba wollte doch von sich aus in die schlimme Situation und hat sich das selbst ausgesucht. Sich sogar körperlich dafür eingesetzt, sie hätte ja gar nicht gemußt. Ich bin mir ziemlich sicher, daß sie stolz auf sich war. :)

 

Zitat

Dazu kommt, dass wir auch oft einen Zeitfaktor berücksichtigen: "Ich wünsche meinem Nachbarn mit dem protzigen Auto, dass er beim Rausfahren aus der Garage den Pöller mitnimmt!"

oder: "Ich beneide den Nachbarn um sein neues Auto - so eines will ich auch, und deshalb mache ich an anderen Stellen Einsparungen/arbeite mehr, damit ich mir das auch holen kann."

Du hast es aber nicht mit deinen Nachbarn, oder? :lol:

 

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Shanti war ja als Besuchshund tätig, vor allem bei Kinder, aber auch bei älteren/eingeschränkten Personen. 

Durch ihre Größe war sie den Kindergartenkindern allerdings meist zu groß und sie hatten eher Angst vor ihr, was darin endete dass sie irgendwann nicht mehr in den Kindergarten wollte. Als sie dann jedoch in der Grundschule anfing (bzw. Vorschule? Bin mir grad nicht ganz sicher, auf jeden Fall etwas ältere Kinder) war sie am Anfang auch unmotiviert. Als dann aber Kinder durchaus ihre Angst vor ihr verloren haben und sie 'Erfolge' erzielen konnte, wurde sie wieder deutlich motivierter und wollte auch wieder mitkommen. 

Auch nach den Treffen war sie dann fröhlich und sehr, mh wie soll ich sagen, aufrecht? Einfach stolz auf dass was sie geschafft hat. 

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vor einer Stunde schrieb Rosilein:

Glaube, Du denkst viel zu kompliziert ... oder sollte ich sagen: "Zu menschlich" ?;) . Zumindest scheinst Du an menschlichen Massstäben zu messen (was ich dem Hund gegenüber nicht für ganz fair halte, nett gemeint).

Aber natürlich, genau darum geht es mir ja ;)
Ich finde das vermenschlicht und nicht auf ein Tier bezogen und daher denke ich, dass der Begriff "Stolz" auf ein Tier nicht passt ;)

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