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Hundeforum Der Hund
caronna

Pitbull und Co.

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@Bullibande

Ich war damals sehr oft im netten Umweltministerium in NRW.

Dort gab es ganz klar die Aussage, dass die gelisteten Rassen weder gefährlicher, noch häufiger aufgefallen sind. Aber ihre Listung würde das "subjektive Sicherheitsempfinden"!!! :wall::wall::wall::motz::motz::motz: der Bevölkerung erhöhen.

Und deshalb gab es dann bei uns die Anlage 1. Und weil gewisse, wenige Personen auf Problembezirken wahrscheinlich umschwenken und sich andere Rassen holen, wurde dann noch schnell Anlage 2 zusammengebastelt.

Auch hier gab es übrigens abstruse Rassen, Hauptsache es klingt gruselig.

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Steffen, Nebelfrei kommt aus der Schweiz. Da wird wohl einiges anders gehandhabt als hier...

Ich weiß damit der Schweiz! Trotzdem steht die Behauptung "Fachmenschen" im Raum. welch also?

ich denke nicht dass das anders gehandhabt wird als in D...,vielleicht noch schlimmer?

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@Cartolina

Ich bin im Großen und Ganzen Deiner Meinung. Jeder Hund ist ein gewisses Sicherheitsrisiko - gleich welcher Rasse. Die Verantwortung liegt beim HH.

Viele von Euch vergessen, dass es auch schon Probleme vor dem Unglück damals in Hamburg gab.

Ich lebe in Bayern und hatte schon vor der Einführung der 1 Liste bereits Bullterrier. Daher bin ich von der 1. Stunde betroffen.

Anfang der 90er gab es sehr viele Beißvorfälle mit Gebrauchs- und Arbeitshunden. Durch die Regenbogenpresse gingen bei schwereren Verletzungen immer die gleichen Bilder. Ausschließlich in Gitter beißende Bullrassen, auch wenn der Beißer einer völlig anderen Rasse angehörte. Jeder kleinste "Schiss" von Angehörigen dieser Rassen wurde ausgeschlachtet.

Die Regierung beschloss daher einzugreifen. Die Durchführung wurde auf die einzelnen Bundesländer übertragen und zum Teil von völlig fachfremden Beamten bearbeitet. Heraus kam eine Liste mit verschiedenen Hunderassen. Zum Teil gab es diese Rassen nichtmal.

Früher hatten "normale" Menschen Bullterrier, Staffs etc. Erst durch die Verbote und Listen wurden sie für bestimmte Menschen interessant. Mit so einem Hund konnte man plötzlich auf dicke Hose machen und seine eigene Unzulänglichkeit vertuschen.

Ich hab damals Musterprozesse geführt, Unterschriftenaktionen gestartet und auch an den Bundestag geschrieben. Niemand konnte mir anhand von Tatsachen sagen, warum bestimmte Rassen auf der Liste landeten.

Und nochmals an Nebelfrei.

Ich warte noch immer auf Deine Vorschläge für Alternativrassen!!!!!!

Schön für Euch Schweizer, dass da anscheinend nur kompetente Menschen arbeiten. Bei uns haben Beamte schon Sachkompetenz, wenn der Kollege auf einem Vortrag war.

Danke!! =)

Auch wir haben schon vor dem schlimmen Vorfall in Hamburg mit 2 Staffs und einem Bulli gelebt und haben hautnah mitbekommen,wie Leute,die unsere Hunde vorher ganz toll und lieb und super fanden, von einen auf den anderen Tag Angst vor den "Bestien" hatten,die Strassenseite gewechselt haben,ihre Hunde plötzlich nicht mehr zu unseren gelassen haben. Wir wurden beschimpft,angespuckt,bedroht.

Selbst unser damaliger Vermieter,dessen Dalmatiner Hündin stets toll mit unserem Rudel gespielt hatte,sagte plötzlich "Die Kampfhunde müssen weg".

Alles wegen dieser Sommerloch Hetze eines Schmierblattes.

Damals waren "diese" Hunde nichts anderes als jeder andere Hund,wenige Menschen kannten die Rasse überhaupt, und durchweg alle Leute,die unsere Hunde kennengelernt haben,waren begeistert von dem tollen Charakter und der Schönheit dieser Hunde.

Die Frage,warum nun ausgerechnet "so" ein Hund,kannst Du genauso gut die Aussie, DSH,Jack Russel,Mops oder was auch immer HalterInnen fragen.

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Rassevorschläge habe ich logischerweise keine. Wie gesagt, wir hatten ganz verschiedene, Mixe und Rassehunde. Alles gute Hunde, jeder anders. Da ich dich nicht kenne, kann ich da sowieso nichts empfehlen.

Dass heute noch Leute erstaunt sind, dass ihr Hund in ihrem Bundesland evtl nicht erlaubt ist, zeugt für mich eher von mangelnder Vorbereitung.

Dass die Gesetzesausarbeitung in D total anders sein soll als in der CH sein soll stimmt nicht. Es gibt bei jedem Gesetzesvorschlag Gremien mit Fachleuten, die das Gesetz ausarbeiten. Die einfach als unfähig zu bezeichnen, finde ich sehr unfair. Über das Gesetz abgestimmt wird dann im Parlament.

Der einzige Unterschied zw D und CH ist, dass man in der CH eine Volksabstimmung verlangen kann.

Dass einem nicht jedes Gesetz behagt ist logisch, die Wähler sind ja nicht gleichgeschaltet, aber es ist eine Mehrheitsentscheidung. Ich denke, wenn es in D eine Volksabstimmung gäbe, würden diese Gesetze auch angenommen.

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In D haben auch Fachleute die Gesetze begleitet. Leider ist das, was diese Fachleute gesagt haben, nicht in die Gesetze eingeflossen.

Verkauft werden sie dem Bürger aber trotzdem als fachlich fundiert.

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Ich war damals sehr oft im netten Umweltministerium in NRW.

Dort gab es ganz klar die Aussage, dass die gelisteten Rassen weder gefährlicher, noch häufiger aufgefallen sind. Aber ihre Listung würde das "subjektive Sicherheitsempfinden"!!! :wall::wall::wall::motz::motz::motz: der Bevölkerung erhöhen.

Aha - wieder was gelernt. DANKE! :kuss:

Mein Sicherheitsempfinden würde eine Liste für bestimmte Automarken steigern. Gerade rote und schwarze 3-er BMW wirken auf mich sehr bedrohlich.

Da wär ich auf jeden Fall für eine erhöhte KFZ-Steuer und eine zusätzliche Fahrprüfung für die Fahrer. ;)

Im Falle eines Unfalls zieh ich mit meiner alten A-Klasse auf jeden Fall den Kürzeren.

Von Ferrari und Konsorten will ich jetzt gar nicht reden. Was die erst für eine Beiß - äh sorry PS-Kraft haben. :o :o

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Ich fände eine Ausgangssperre für Männer, Verboten von Männern in der Nähe von Kinderspielplätzen, Freizeitparks und Zoos gut. Dazu keine Männer als Erzieher im Kindergarten, Als Lehrer oder gar als Reitlehrer, Tanz- Eislauf, Turn- oder Leichtathletiklehrer gut.

Das liest man so viel. grusel

Mein subjektives Sicherheitsempfinden wäre dann auch besser. Plus deine Autos. :D

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Ja Hanni, an sich stimmen wir überein.

Listen sind meines Erachtens (ich sagte es schon :D ) Schwachsinn, denn das Individuum gehört betrachtet, in unserem Falle das Hund-Halter-Gespann. Fachleute haben die Listen auch nicht zusammengestellt, das ist offensichtlich, denn sonst gäbe es ja nicht in jedem (Bundes-)Land eine andere Liste und der DSH wäre niemals deutschlandweit um die Liste herum gekommen, wenn er nicht so eine große Lobby hätte (und der Verein auch richtig gut Geld) ... naja, und irgendwie wird er vielleicht als Kulturgut betrachtet, wer weiß.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wegen der Rasse des eigenen Hundes angefeindet zu werden (mit den Grauen DSH waren die Leute eher respektvoll-interessiert, aber Anfeindungen habe ich nicht erlebt). Ich gehöre ja zu den Menschen, die beim Gassi Gehen gerne Bekanntschaften knüpfen und einfach mal plaudernd ein Stueck des Weges mit anderen gehen (sofern erwünscht). Würde ich wegen meines Hundes gemieden, wäre der Gassi-Gang ein gutes Stueck weniger erfreulich. Bullis meide ich auch gar nicht, die kenne ich nicht als unangenehm. Staffs passen von der sehr körperlichen Art des Spielens gar nicht zu meinem, der sich selbst von 3-4 Monate alten Staffs (noch dazu eine HÜNDIN) an den Wangen durch den Dreck ziehen lässt und dabei vor sich hin wimmert (er ist ein Waschlappen, was soll ich machen :D ). Jedenfalls steht er in Anwesenheit von Staffs einfach nie auf seinen 4 Fuessen, oder doch zumindest nur bei Beginn der Begegnung. Die hauen ihn um wie nix (dabei wiegt meiner auch knapp 30 Kilo) und ist er erstmal unten, kann er nur noch nach Luft schnappen. Die Staff Besitzer freut's, mich weniger, aber nun gut. Gehen wir eben lieber unserer Wege, ehe ich jedesmal mit Schlamm-verkrustetem Labbi ins Buero gehen muss. Uebrigens findet mein Hund das anscheinend nicht schlimm, dass die ihn immer umhauen, er will trotzdem dringend mit denen toben (anders als bei bösen großen schwarzen Hunden :) - also meinen die es offensichtlich nicht böse, aber toben halt so seltsam.

Nein, allein wegen der Rasse meiden wir nichts und niemanden, aber wenn es halt nicht passt (und wenn es nur dran liegt, dass meiner ne Wurst ist), dann passt es eben nicht.

Allerdings haben wir auch nen braunen Labbi in der Gegend, den wir meiden müssen. Und das nicht etwa, weil er zu ruppig spielt ...

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Also Männer in der Nähe von Kinderspielplätzen ist wirklich ein absolutes No Go. Das geht ja gar nicht. :ui

Es passiert tgl. etwas mit Tieren. Aber kommt jemand auf die Idee, Pferde, Kühe etc. als besonders gefährlich einzustufen? ALLES birgt ein gewissen Risiko, sei es ein Lebewesen oder eine Maschine.

Was mich aber immer wieder ärgert, ist die Ungleichbehandlung. Nur mal eigene Erlebnisse.

Der Schäfer meiner Eltern hat einen kl. Jungen grundlos angefallen und gebissen. Der Kleine lag sogar im KH. Was waren die Folgen für meine Eltern?

Obwohl der Rüde schon einschlägig bekannt war (1 weiteres Kind, 1 Nachbarin und 1 Hund gebissen), wurde lediglich der Impfpass überprüft. Da dieser ok war und meine Eltern die zerfetzte Hose bezahlt hatten, war für sie die Sache erledigt.

Meine Bekannte ging mit ihrem Pit nachts noch spazieren. Da der Pitti im Gebüsch sein Geschäft verrichtete, wurde er von einem Kerl anscheinend nicht bemerkt. Der Mann würgte meine Bekannte von hinten und er führte mit Sicherheit nichts Gutes im Schilde. Pitti kam aus dem Gebüsch, biss den Angreifer und schlug ihn so in die Flucht.

Ergebnis: Der Pitbull wurde in einer Nacht- und Nebelaktion von den Haltern zu Verwandten ins Ausland gebracht. Ihm drohte wegen "Angriff auf Mensch" die Tötung. Ein Goldi in der gleichen Situation wäre in der Presse hochgelobt worden.

Bei einer Knutscherei mit meiner Bullihündin hab ich mir aus Versehen ihre Pfote ins Auge gerammt. Ab zur Augenklinik da es sehr übel aussah. Der Augenarzt verkündete mir, dass er das jetzt melden muss. Angriff eines Kampfhundes!! Hallo? Ích hatte selbst Schuld und mein Hund sollte dafür büßen. Gsd hat der nette Augenarzt dann einfach nur "Terrier" vermerkt. Hundepfote muss wegen Infektionsgefahr besonders behandelt werden.

Ich hätte noch mehrere Geschichten, will Euch aber nicht damit langweilen. Es kommt aber leider immer auf die Rasse an, ob sich Behörden und besonders die Presse für "Vorfälle" interessieren.

Kein Schwein hat es interessiert, als ich damals von einem Schäfer angefallen und übel zugerichtet wurde.

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Naja, auch die DSH und deren Mixe werden nicht sonderlich öfter auffällig als andere Rassen, das ist gerade mal im Promillebreich,

Nur ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert, allein durch die reine Masse der Hunde größer.

Aber fühlt sich der Wähler sicher, wird der Politiker wiedergewählt.

Ich erinnere mich an eine Demo vor dem Wohnhaus von Frau Höhn. Einer ihrer Nachbarn hatte einen Rottweiler und stand mit dem unangeleinten und natürlich nicht mit Korb gesicherten Hund auf seiner Treppe, die direkt in den Bürgersteig hineingebaut war und wunderte sich, warum die ganze Menschen sich so aufregen.

Wer sich an "dat Bärbel" damals im Fernsehen erinnert ... Naja, ihren Nachbarn hat sie offensichtlich zufrieden gelassen. Denn es geht schließlich nichts über eine ruhige und positiv gestimmte Nachtbarschaft. :Oo

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