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Hundeforum Der Hund
Juline

Kastration der Hündin: Folgen?

Empfohlene Beiträge

vor 10 Minuten schrieb Renegade:

 

So ist das nicht richtig.

Wenn du die einschlägige Literatur liest, wirst du feststellen, dass es zu der Korrelation Kastration und bestimmten medizinischen Folgen durchaus Studien gibt.

Was heisst, dass der Vorwurf, man schiebe Krankheiten nach der Kastration einfach mal so auf diesen Eingriff, nicht zutifft.

Dabei ist schon Differenzierung nötig.

Was es da zu lesen gibt, ist mir ziemlich egal.

Das Einzige, das mich überzeugen würde ist ein und der selbe Hund einmal kastriert und einmal unkastriert und das ein Leben lang.

Da das nicht möglich ist, ist meiner Meinung alles was man da so lesen kann reine Mutmaßung.

 

Ich will hier in diesem Faden aber auch keine weitere Diskussionen mehr führen.

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@Renegade

Es ist aber auch nötig im Blick zu behalten, dass wir immernoch von sehr kleinen Prozent  zahlen sprechen. 

 

Das heißt, nicht jede kastrierte Hündin die Krebs bekommt, bekommt Krebs, weil sie kastriert ist. 

Eventuell hat sie eine genetische Veranlagung. Oder es war dieses eine Mal Röntgen. Oder der Giftstoff aus der Plastikflasche, aus der sie einmal getrunken hat. Oder halt einfach Pech. 

 

Und natürlich muss man auf die Risiken aufmerksam machen. Aber die Nummer 1 Todesursache oder Ursache für Hundeleid ist es nun Mal nicht. 

 

Gegen Halter übergewichtiger Hunde wird auch selten so gewettert, und das würde ich als mindestens so gefährlich wenn nicht noch viel schlimmer einordnen. 

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Warum verwirrt dich mein Beitrag @Lemmy

 

Dieser Thread ist doch eine Erfahrungssammlung, so hab ich es wenigstens verstanden.

 

Diskutieren kann man doch in dem anderen Kastrationsthread.

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vor 16 Minuten schrieb Holo:

@Renegade

Es ist aber auch nötig im Blick zu behalten, dass wir immernoch von sehr kleinen Prozent  zahlen sprechen. 

 

Das heißt, nicht jede kastrierte Hündin die Krebs bekommt, bekommt Krebs, weil sie kastriert ist. 

Eventuell hat sie eine genetische Veranlagung. Oder es war dieses eine Mal Röntgen. Oder der Giftstoff aus der Plastikflasche, aus der sie einmal getrunken hat. Oder halt einfach Pech. 

 

Und natürlich muss man auf die Risiken aufmerksam machen. Aber die Nummer 1 Todesursache oder Ursache für Hundeleid ist es nun Mal nicht. 

 

 

 

So etwas würde ich auch nicht behaupten.

Aber dennoch empfinde ich es als ignorant, so zu tun als könne man die einschlägigen Studien durch die Erfahrungen mit der eigenen (noch nicht einmal alten) Hündin bzw. der eines Freundes ersetzen.

 

So, das war's für mich.

Es wurde nach Erfahrungen mit der Kastration und den eingetretenen Folgen gefragt.

Genau das habe ich geschildert.

 

Spekulationen und Verallgemeinerungen sind anderswo besser aufgehoben.

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Sury wurde mit ca., eventuell,wahrscheinlich 2 jahren sterilisiert. (Spanischer Tierschutzhund in Spanien)

Ich habe sie noch 3 Tage vorher kennengelernt. Ist zwar wenig aber charaktermässig konnte ich keinen Unterschied feststellen.

Fell - bzw. Haar mässig hat sie natürlich zugelegt. Sie war aber auch schlimm dran. Mitten im Juli Lungenentzündung und Zwingerhusten  

und 2 Kilo. Sie hält seit 10 Jahren konstant ihre 6 Kilo

Im ??? Juli wird sie 12 und hat null Probleme mit irgendetwas. Wenn ihr andere  Hunde zu doll werden GGRRINGT sie. (Knurren kann man das nicht nennen )

 

2013 hatte sie einen Bandscheibenvorfall. Ich denke allerdings nicht das der Folge der Sterilisation war sondern eher ein Problem  ihrer Länge

 

 

APDC1445.JPG

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vor 9 Stunden schrieb Bimbam:

Ich finde es schon abenteuerlich alle Krankheiten, die der Hund nach der Kastration hatte auf die Kastration zu schieben...

Ich frage mich, was diese Anwürfe sollen. Du versucht erklärtermassen unfundiert auf Basis anekdotischer Erfahrung mit vier Hündinnen die Erfahrungen anderer User*innen und die Ergebnisse wissenschaftlicher Metastudien in Frage zu stellen.

Ziemlich anmassend.

Kastration als "Verhaltenstherapie" zu empfehlen- im Falle der vierten Hündin - ist geradezu fatal. Ich kenne auch eine, die "wegen erhöhter Neigung zur Aggression" kastriert wurde, nach der ersten Läufigkeit, weil sie in der Scheinmutterschaft ein noch krasserees Ressourcenmonster wurde als sonst. Diese Hündin kann man nun überhaupt nicht mehr zu Hündinnen lassen- selbst in ihrer angestammten Hundegruppe läuft sie nicht mehr mit. Jetzt hat sie nur noch den Ball als Freund.

Gesteigerte Aggressionsbereitschaft ist gewöhnlich eine Kontraindikation.

 

 

Mir scheint, dass das Feststellen von Folgen sehr eng mit der Einstellung gegenüber dem Eingriff an sich zusammenhängt.

Die massiven Probleme des Bewegungsapparats und die Magendrehung des anderen Hundes wurden ja auch nicht erwähnt. Schlaffes Bindegewebe- ebenfalls Kastrationsfolge- steigert die Gefahr einer Magendrehung enorm. Hauptkandidat im Tierheim: kastrierte Rüden.

Und ja, es braucht seine Zeit, bis sich ein Tumor entwickelt- nicht nur zum Wachsen, sondern auch zur Entstehung als Folge eines geschwächten Immunsystems.

 

 

 

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Ich habe in Kanada gelebt und dort werden praktisch alle Hunde frühkastriert mit Sechs Monaten. Das ist dort Standard. Dort habe ich sehr viele Hunde mit Knochenkrebs kennengelernt. Auch habe ich da das erste Mal von der Inkontinenz bei kastrierten Hündinnen erfahren und es hat eine dreijährige Schäferhündin mit uns trainiert, die Inkontinenz war und eine vier jährige Berner Sennenhündin, die mit vier das Bein abgenommen bekam wegen Knochenkrebs. Wir waren zu viert oder fünft in der Gruppe. 

Dazu kommt, dass im Schnitt alle Rassehunde sehr viel größer waren als ich das von Deutschland kenne. 

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Ich finde es schade, dass es anscheinend nicht möglich ist, hier einfach nur sachlich die Informationen zu sammeln. 

 

Und ich finde es auch schon legitim darauf hinzuweisen, dass Krankheiten von kastrierten Hündinnen eine Folge der kastration sein können, aber nicht müssen. Auch intakte Hündinnen werden alt, krank, sterben irgendwann. Und hier wird auch von ehemaligen Hündinnen berichtet, natürlich ist ein bereits verstorbener Hund mit sehr großer Wahrscheinlichkeit im Alter krank gewesen. 

 

Ich finde es auch keinesfalls gut, eine kastration außerhalb von medizinischer Notwendigkeit zu empfehlen, überhaupt keine Frage. Krankheiten pauschal auf Kastration zurückzuführen finde ich aber auch nicht gut, das hat für mich immer ein bissl den faden Beigeschmack der Argumentationen von Impfkritikern. Und teilweise habe ich es in diesem Faden schon so empfunden, als würden Kastrationsfolgen gesucht, zum Beispiel wenn jemand berichtet, dass er keine Verhaltensänderung feststellen konnte und dann gleich die Anmerkung kommt, dass die Hündin doch manchmal Probleme mit Artgenossen hat. 

 

Ich hätte es echt schön gefunden, wenn das hier eine sachliche Erfahrungsberichtsammlung bleibt. Es gibt ja schließlich auch die medizinisch notwendigen Kastrationen, wie gerade erst bei Tschuli. Und da fände ich es schade, wenn dieser Thread für solche Hündinnen-Besitzer zum Horrorfaden mutiert, der den Eindruck erweckt, dass man ab jetzt einen Leidensweg beschreitet mit unsicherem, unverträglichen Hund, natürlich inkontinent und die Krebszellen breiten sich bestimmt auch schon aus (überspitzt formuliert). Ja, die Risiken für bestimmte Folgen sind erhöht und das sollte man auch nicht verharmlosen, aber eben auch nicht dramatisieren. Aber ist natürlich wieder einmal ein brisantes und emotionales Thema mit hohem Missionierungspotential - da ist eine Entwicklung weg von der reinen Informationssammlung und hin zur hitzigen Diskussion wohl unvermeidlich.

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vor 9 Stunden schrieb Juline:

Eine kritische Betrachtung zur bisherigen Studienlage:

 

https://www.martinruetter.com/fileadmin/assets/standorte/wien/Kastration-Vor-und-nachteile.pdf

 

Sehr lesenswert!

Vor allem dass kein Interessenkonflikt besteht...

Allein der letzte Absatz ist ziemlich entlarvend: Empfehlungen für die "gewünschte Kastration der Familienhündin" zwischen erster und zweiter Läufigkeit auszugeben. Ultramies , die Hündin noch nicht einmal erwachsen werden zu lassen. Das Ganze ist eine Reihe von vielen "könnte" und "Vielleichts". Die möglichen methodischen Schwächen könnten genauso die bisherige Datenlage auch bestätigen, mal abgesehen davon, dass allein die Gesamtzahl bei Metastudienergebnissen die Annahme, es könne sich um Verzerrungsfaktoren handeln, nicht gerade nahelegt.

Liest sich schon ein bisschen nach Interessenpolitik, wenn ein "moderates" Risiko eingeräumt wird, aber dennoch eine pauschale Empfehlung für den gewünschten Eingriff bei Familienhündinnen ausgesprochen wird "angesichts voller Tierheime"- Rassehunde aber gesondert betrachtet werden müssten... Ein moderates Risiko ist immer noch ein Risiko und nicht gegen "vom Halter gewünscht" abzuwägen. Und warum eine Mischlingshündin eher diesem Risiko ausgesetzt werden soll als eine Rassehündin erschliesst sich mir schon gar nicht.

Auf die kann man genauso aufpassen wie auf eine Rassehündin.

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