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Hundeforum Der Hund
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Die Gefahr der Vermenschlichung

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Nochmal:

Ich denke etwas vermenschlichung würde uns und unseren Tieren gut tun.

Das Problem ist das wir eben nicht mehr vermenschlichen.

Würden Tiere vermenschlicht wäre auch jedem klar dass sie Fehler machen dürfen. Leider dürfen sie das heute nicht mehr.

Sie müssen auf Knopfdruck reagieren. Unsere Hündin bellte neulich einen Jogger an.

Da hätte früher kein Mensch was zu gesagt.

Ich sag dann zum Beispiel: "He, wenn Sie Angst vor meiner Hündin haben, dann sollten Sie nicht im Wald laufen, weil es dort gefährliche Eichhörnchen gibt. Wer so mutig ist gehört ins Bett und nicht in den Wald!"

Früher wusste man dass der Fritz von nebenan nen scharfen Hund hatte und der Otto nen ängstlichen. Man lebte damit und man betrachtete die Hunde als Lebewesen die waren wie sie waren.

Man wusste dass man dem Herrn Schmitt nicht zu nahe kommen durfte weil der den scharfen Hund hatte. Man wusste dass der Hund von Frau Meier jedem die Pfote gab. Man akzeptierte das und richtete sein Verhalten danach aus.

Heute müssen Hunde funktionieren. Von Vermenschlichung kann keine Rede mehr sein.

Vermenschlichung würde bedeuten ihnen Rechte zu gewähren die Menschen auch haben, Fehler machen zu können, launisch sein zu können, einen schlechten Tag haben zu können.

All das dürfen Hunde nicht.

Im Gegenteil: sie müssen sich die dümmsten Patzer von Menschen gefallen lassen und sie müssen auf Knopfdruck funktionieren.

Ne, es wäre gut wenn sie mal wieder etwas vermenschlicht würden!

Unsere älteste Hündin fletscht Leute an die sich ihr und meiner Frau direkt nähern.

Meine Frau sagt dann: "Ja genau, deswegen kann ich mich auch Nachts noch alleine in den Wald trauen. Deswegen habe ich den Hund!"

Man sollte mal wieder damit aufhören sich für jedes Verhalten seines vermeintlich "nicht perfekten" Hundes zu rechtfertigen. Die Hundebesitzer setzen sich ja immer schön brav auf die Sünderbank die man ihnen zuweist.

Das wird früher oder später noch dazu führen dass ein Hundehalter verklagt wird weil sein Hund einen Pubs lässt der die Luft verschmutzt.

Gruß

Lars

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Klasse, Lars!

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Ich kann Lars auch nur zustimmen und man erlebt es leider sehr oft heute das man auf ein normales Hundeverhalten negative Fadbacks bekommt. Das geht mir manchmal ziemlich auf die Nerven und ich habe auch nicht immer die Lust es den Leuten zu erklären zumal einige eh denken das ich spinne, aber das ist mir ziemlich egal.

Obwohl ich ja auch grinsend zugeben muss, das ich mich dabei ertappe, meine Hunde manchmal zuzulabern mit Dingen die sie nicht verstehen nur weil es mich gerade ärgert, aber süß ist dann wenn sie mich so mit ihren Augend leicht fragend anschauen und einfach weggehen.:D

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Ist es nicht so, dass Emotionen jeden Menschen Situationen unterschiedlich sehen lassen und sich dadurch diese vielen unterschiedlichen Facetten von Realität entwickeln?

Setze 4 Menschen in einen Raum, wo ein jeder mit jedem eine andere Beziehung hat, und lasse sie kommunizieren. Es werden die unterschiedlichsten Bewertungen von getroffenen Aussagen dabei heraus kommen.

So ist es meiner Meinung nach auch mit unseren Hunden, nur dass da eben nicht nur Emotionen, sondern auch noch mehr oder weniger vorhandenes Fachwissen mit hinein spielt. Mit Fachwissen meine ich nicht, dass jemand eine Hundetrainerausbildung bei XY absolviert haben muss, oder 59 Hundebücher rückwärts auswendig daher beten können sollte, sondern damit meine ich Menschen, die in der Lage sind, Hunde zu lesen, Hunde zu verstehen und sich Hunden verständlich zu machen.

Wenn man das ansatzweise kann, dann wird man mit seinem Hund auch ein solches Team bilden können, dass man auch über eigene Fehler lachen kann, dass man in ganzen Sätzen sprechen kann, dass man auch mal unfair sein darf, ohne dass die Hundewelt gleich einstürzt...

Ja, ich rede oft Unsinn mit meinem Hund, ja ich vermenschliche ihn auch manchmal, ja, ich habe inzwischen jemanden an meiner Seite, der mich auch mal anmeckert, wenn ich unfair bin, nein, ich bin nicht immer kontrolliert, und ja, ich entschuldige mich auch manchmal bei meinem Hund... und ich bin mir sehr sicher, dass er das schnallt ;) .

LG Anja

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Hm...

Ja, hin und wieder erwische ich mich dabei, den Hunden menschliches Denken, Verstehen... zugestehen.

Mittleweile achte ich sehr auf mich, mein Verhalten und Erwartungshaltung meinen Hunden gegenüber, was unser Miteinander erleichtert.

Was die andere Menschen denken kann ich nicht wissen, es ist auch nicht mein Problem. Letztendlich sind es meine Tiere, für die ich die Verantwortung und Konsequenzen trage, solange sie niemanden verletzen, oder belästigen... dürfen sie Hunde sein.

LG

Maria

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Ja, ich rede oft Unsinn mit meinem Hund, ja ich vermenschliche ihn auch manchmal, ja, ich habe inzwischen jemanden an meiner Seite, der mich auch mal anmeckert, wenn ich unfair bin, nein, ich bin nicht immer kontrolliert, und ja, ich entschuldige mich auch manchmal bei meinem Hund... und ich bin mir sehr sicher, dass er das schnallt ;) .

LG Anja
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68171&goto=1447856

Ja so bin ich auch :klatsch:

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Ich vermenschliche meine Tiere in sehr vielen Beziehungen! Manchmal rede ich auf sie ein (mir den Frust von der Seele), dass sie gedanklich bestimmt ihre wunderschönen Ohren anlegen und auf Durchzug stellen.

Aber das sind Oberflächlichkeiten!

Ich bin mir der Tatsache völlig bewußt, dass meinen Hunden Fleisch besser bekommt als meine geliebten Nudeln und dass meine Pferde sich auf ihren Koppeln tausendmal wohler fühlen als in meinem Wohnzimmer auf dem Sofa, auch wenn ich sie Prinzessin, mein Großer (oder kleines Arschloch) nenne. Ich bin mir der Tatsache bewußt, dass keiner von meinen Viechern mich wirklich absichtlich ärgert, fluche aber trotzdem herzhaft drauflos, wenn mein 30 jähriger Araber, meint, es geht nicht schnell genug zu Koppel und er müßte mir mitr wildem Geschnaube und Bohai der Hatfterstrick durch die Händer ziehen. Nicht regelmäßig, oh nein! Alle 3-5Wochen mal!

Trotzdem versuche ich, sie alle so zu behandeln, dass sie mich verstehen können, auch wenn die Emotionen manchmal durchgehen.

Aber ich glaube, meine "Viecher" verstehen das!

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Das "Übel" der Vermenschlichung fängt für mich da an, wo es neben dem Tier (Hund) keine anderen sozialen "wertvollen" Kontakte mehr gibt.

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(Gehört Internet - Forum in die Kategorie wertvoll?)

Nein, ich habe auch andere Kontakte, real-menschliche!

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