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Hunde abwehren

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Also im Prinzip ging es mir ums Abwehren, bevor der Rüde bereits bei meiner Hündin steht. Ist auch viel angenehmer, wie über mir bereits geschrieben wurde :)

Weitergehen half bei mir nicht immer, das kam immer ganz auf den Rüden an. Einige liefen hinterher, andere sind umgedreht.

Aber ich finde, ich hab  hier ein paar sehr hilfreiche Tipps bekommen, allem voran die zweite Leine mitzunehmen. :)

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vor 3 Stunden schrieb kareki:

Es hat sogar mehrmals geklappt und sogar andersrum, wenn meine interessiert waren :)

 

Frag mich, warum das so angefeindet wird.

Ich finds auch für die Hündin besser, da man so Souveränität vermittelt.

 

Aber irgendwie ist das genau die Duskussion wie allgemein beim Hundeabwehren. Ich bin raus. Ich habevmich nur deutlich gegen das Übergriffige ausgesprochen und hoffe, dass sich die Hunde mehr zur Wehr setzen.

 

Ich dagegen hoffe dass du dir diese Aussage noch mal genau überlegst und zurück nimmst. Eines bedenkst du nämlich überhaupt nicht bei dieser Hoffnung:

Erfüllt diese sich, dann ist der Leidtragende mindestens der Hund, der sich zur Wehr setzt. Andere mittelbar Beteiligte (verletzte Hunde/Menschen) natürlich auch.

Aber sich zu wünschen, dass Hunde sich mehr gegen Übergriffigkeiten des Menschen wehren, unabhängig von gewollt oder nicht gewollt, ist ein Bärendienst für die gesamte Spezies Hund. 

 

Meine Hunde sollen, angepasst an ihren jeweiligen Entwicklungsstand, lernen, dass es nicht nötig ist sich zur Wehr zu setzen. Es gibt etliche, bessere Konfliktlösungsstrategien. Ein Hund, der bevorzugt Wehrverhalten einsetzt bei jeglichen vermeintlichen Übergriffen, ist in dieser Welt eine ganz arme Socke.

Im Übrigen ist Wehrverhalten Aversivverhalten - und das soll ich als Mensch weitestgehend zügeln im Umgang mit Hunden, aber Hunde sollen sich dem Menschen gegenüber mehr zur Wehr setzen? Empfinde ich als äußerst widersprüchlich. 

 

 

vor 4 Stunden schrieb kareki:

 

Wie viel regelst du für sie?

Meiner Beobachtung nach sind das oftmals Hunde, bei denen der Halter alles für den Hund bestimmt ohne, dass der Hund seine eigenen, vielleicht kruden, Lösungen einbringen kann/darf.

 

Das muss _nicht auf dich_ zutreffen, aber ich denke, dass dieses ganze Argumentieren gegen die "Tutnixe" dazu führt, das Hunde unnötig reglementiert werden und so keine Lösungsstrategien mehr entwickeln können.

Das beginnt mit dem gegenseitigen Fingerzeigen:

 

"Ihrer hört ja nicht!"

"Der gehört ja richtig erzogen!"

"Aggressiv!"

"Distanzlos!"

 

Für mich werden ganz viele Hunde nicht erwachsen, nicht weil sie domestiziert sind, sondern weil wir ihnen wie Babys alles vorkauen. Und wehe der Hund benimmt sich nicht konform - dan. Wird von allen Seiten eingegriffen und der Hund ins Schema gepresst.

 

Das ist kein Plädoyer den Hund mobben oder ihn zu allen laufen zu lassen, sondern sich den eigenen anzusehen, ihn "Boss" sein zu lassen und zu gucken, was alles in ihm steckt.

Viele Menschen, die ich erlebe (nicht unbedingt in diesem Forum) halten den Hund klein. 

 

 

 

Einfach zielstrebig weiter zu laufen mit einer läufigen Hündin, stimmt dann aber nur mit der fett markierten Stelle überein, wenn dies auch im Sinne der Hündin ist.

 

Aber wo lasse ich bei diesem Vorschlag die Hündin "Boss" sein, schaue also auf sie und ihre Bedürfnisse, wenn ich sie irgendwie zum zügigen weiterlaufen bringe, obwohl sie sich eigentlich partout JETZT, mit genau diesem Rüden vergnügen möchte?

 

Es gibt Situationen, in denen ist nun einmal nicht der Wille/das Bedürfnis des Hundes ausschlaggebend für unser Handeln.

 

Weil auch läufige Hündinnen höchst unterschiedlich sind, und das was sie an Kooperationsbereitschaft mitbringen nicht immer mit dem übereinstimmt, was tatsächlich RICHTIG ist (nämlich das Verhindern weiterer Welpenproduktion) - ja, dafür gibt es tatsächlich nicht immer die Ideallösung.

 

Deshalb von mir noch mal weitere Alternativen:

 

- den herankommenden Rüden betont freundlich (und mit viel Energie :D ) ansprechen und so versuchen, zumindest einen Teil seiner Aufmerksamkeit zu bekommen. 

- Käsestückchen parat haben, die man dem ankommenden Rüden mit einem "FEIN!" oder "Hallo Süßer" entgegenwirft

- Übergriffe nicht mit energischer Negativenergie durchführen, sondern mit energischer freundlicher Ansprache; Dann ist ein Halten am Halsband möglicherweise gar nicht so übergriffig, das Anleinen keine Reglementierung

- der eigenen Hündin ein sicheres "Sitz" beibringen. Klappt natürlich nur, wenn der Hündin die eigenen Hormone nicht den Denkapparat ausschalten.

 

Je mehr Möglichkeiten man hat, desto sicherer wird man in solchen Situationen, und desto weniger gerät man in die Situation, Notfall-Missmanagement zu betreiben.

 

Denn da sind sich hier wohl alle einig: Drastische, gar schmerzhafte Maßnahmen sind Missmanagment. 

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Ich lasse Jule meistens machen, die hatte eine gute Ausstrahlung und Warnung recht souverän.

 

Nachdem sie aber 2mal von Hunden gebissen wurde, die kein anständiges Sozialverhaltej garten, und von 2 Hunden gejagt wurde, sucht sie Schutz.

 

Anfangs rannte sie bei Begegnungen dann in den Wald, kroch unter eine Bank. Oder oder oder

 

Sie ist durch Auri viel mutiger geworden, und bellt nun auch schon mal, wenn sie einen Hund blöd findet.

 

Aber anders, als bei Auri habe ich Jule so weit wie möglich machen lassen, weil sie es bis letztes Jahr gut konnte.

 

Liegt also nicht daran, dass ich ständig schon frühzeitig eingriff

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@marcolino

Ich hab's nur überflogen:

Aber nee, ich nehme das nicht zurück und würde mich freuen, worden sich 90% aller Hunde (wie Katzen) zur Wehr setzen und nicht andersrum.

Würden sich mehr Hunde wehren, gäbe es diese komischen Tipps und Methoden nicht. Da ist nichts widersprüchlich.

 

Und Boss sein lassen: das ganze Jahr über und nicht nur, wenn der Hund läufig ist. Quasi als Vorbereitung. ;)

Außerdem falscher Kontext: Es ging um "Zusammengebissenwerden".

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Dann lese es noch mal richtig durch.

 

Auch den Kontext, denn deshalb habe ich nicht nur die eine, fett markierte Aussage zitiert, sondern den gesamten post.

 

Du fängst mit einem konkreten Beispiel an, überträgst deine Aussagen dann aber auf alle Hunde.

Dass du mit "Boss" sein das ganze Jahr über meinst, habe ich schon verstanden.

 

Dass es Hündinnen gibt, die nicht freiwillig zügig mit dir Weiterlaufen würden, weil sie lieber einer anderen, stärkeren Motivation folgen würden in der Läufigkeit/den Stehtagen, berücksichtigst du allerdings nicht.

 

Deshalb ist das zügige Weiterlaufen auch nur EINE Möglichkeit, für dazu passende Hündinnen.

 

Ich habe weitere Möglichkeiten aufgezeigt, vor Allem auch als Präventivmaßnahme, geeignet für Hündinnen, mit denen zügiges Weiterlaufen nicht möglich ist.

 

Du darfst dir gerne wünschen dass Hunde sich mehr zur Wehr setzen, und dabei Schadenfreude empfinden gegenüber dem Menschen, der diese Wehr zu spüren bekommen hat.

 

Ich empfinde Beides nicht als richtig.

 

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Wenn du das herausgelesen hast, muss ich künftig besser/präziser formulieren. Der Imperativ, falsch gebildet noch dazu, tut aber nicht Not.

 

Ich empfinde keine Schadenfreude.

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Am 21.2.2017 um 23:19 schrieb kareki:

Ich bin ehrlich:

ich freue mich etwas, dass der Hund das Packen am Halsband nicht einfach gestattet hat. Vielleicht lernen dann auch andere, dass es ein No Go ist.

 

Ich hatte erst eine Hündin, aber ich bin mir konsequent weitergelaufen und natürlich nicht dort, wo am meisten los ist.

 

Als Rüdenhalterin hab ich aber auch mehr Verständnis, wenn der Rüde mal nicht so hört.

 

Wenn sich jemand darüber freut, dass andere aus Schaden lernen, dann nennt man das Schadenfreude.

Hast du noch weitere zwei Mal bekräftigt. Das war unnötig.

 

 

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Ja, ich freue mich, dass der Hund das nicht einfach gestattet hat. Ich freue mich nicht, dass jemand (nicht) verletzt wurde. Eben weil nichts passiert ist, habe ich gewagt das zu schreiben. Wäre da nun eine üble Bisswunde entstanden, hätte es mich nicht gefreut.

 

Deshalb ist das keine Schadenfreude. Ich bitte dich zu akzeptieren, dass ich besser weiß, worüber ich mich freue. Und ich entscheide selbst, ob ich das als nötig empfehlen finde oder nicht.

 

Das zur Klärung.

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Eigentlich war es recht eindeutig, aber wenn einem etwas nicht klar ist, kann man ja sicherheitshalber vorher nachfragen bevor es zu unglücklichen Unterstellungen kommt. :) 

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vor 2 Stunden schrieb marcolino:

 

Ich dagegen hoffe dass du dir diese Aussage noch mal genau überlegst und zurück nimmst. Eines bedenkst du nämlich überhaupt nicht bei dieser Hoffnung:

Erfüllt diese sich, dann ist der Leidtragende mindestens der Hund, der sich zur Wehr setzt. Andere mittelbar Beteiligte (verletzte Hunde/Menschen) natürlich auch.

Aber sich zu wünschen, dass Hunde sich mehr gegen Übergriffigkeiten des Menschen wehren, unabhängig von gewollt oder nicht gewollt, ist ein Bärendienst für die gesamte Spezies Hund. 

 

Meine Hunde sollen, angepasst an ihren jeweiligen Entwicklungsstand, lernen, dass es nicht nötig ist sich zur Wehr zu setzen. Es gibt etliche, bessere Konfliktlösungsstrategien. Ein Hund, der bevorzugt Wehrverhalten einsetzt bei jeglichen vermeintlichen Übergriffen, ist in dieser Welt eine ganz arme Socke.

Im Übrigen ist Wehrverhalten Aversivverhalten - und das soll ich als Mensch weitestgehend zügeln im Umgang mit Hunden, aber Hunde sollen sich dem Menschen gegenüber mehr zur Wehr setzen? Empfinde ich als äußerst widersprüchlich. 

 

 

 

Einfach zielstrebig weiter zu laufen mit einer läufigen Hündin, stimmt dann aber nur mit der fett markierten Stelle überein, wenn dies auch im Sinne der Hündin ist.

 

Aber wo lasse ich bei diesem Vorschlag die Hündin "Boss" sein, schaue also auf sie und ihre Bedürfnisse, wenn ich sie irgendwie zum zügigen weiterlaufen bringe, obwohl sie sich eigentlich partout JETZT, mit genau diesem Rüden vergnügen möchte?

 

Es gibt Situationen, in denen ist nun einmal nicht der Wille/das Bedürfnis des Hundes ausschlaggebend für unser Handeln.

 

Weil auch läufige Hündinnen höchst unterschiedlich sind, und das was sie an Kooperationsbereitschaft mitbringen nicht immer mit dem übereinstimmt, was tatsächlich RICHTIG ist (nämlich das Verhindern weiterer Welpenproduktion) - ja, dafür gibt es tatsächlich nicht immer die Ideallösung.

 

Deshalb von mir noch mal weitere Alternativen:

 

- den herankommenden Rüden betont freundlich (und mit viel Energie :D ) ansprechen und so versuchen, zumindest einen Teil seiner Aufmerksamkeit zu bekommen. 

- Käsestückchen parat haben, die man dem ankommenden Rüden mit einem "FEIN!" oder "Hallo Süßer" entgegenwirft

- Übergriffe nicht mit energischer Negativenergie durchführen, sondern mit energischer freundlicher Ansprache; Dann ist ein Halten am Halsband möglicherweise gar nicht so übergriffig, das Anleinen keine Reglementierung

- der eigenen Hündin ein sicheres "Sitz" beibringen. Klappt natürlich nur, wenn der Hündin die eigenen Hormone nicht den Denkapparat ausschalten.

 

Je mehr Möglichkeiten man hat, desto sicherer wird man in solchen Situationen, und desto weniger gerät man in die Situation, Notfall-Missmanagement zu betreiben.

 

Denn da sind sich hier wohl alle einig: Drastische, gar schmerzhafte Maßnahmen sind Missmanagment. 

 

Ergänzend zu diesem sehr guten Beitrag möchte ich nochmal anmerken, das der Hundehalter des "Oh wie schön wehrhaften Rüden" seine Gefährdungshaftung nicht vergessen sollte! Das kann nicht nur Schmerzensgeld-/Schadenersatzansprüche nach sich ziehen, sondern auch dazu führen, das der wehrhafte Hund als gefährlich eingestuft wird, mit entsprechenden Konsequenzen für den Hund!

 

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