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Hundeforum Der Hund
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Belohnungen im Markertraining

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vor 1 Minute schrieb KleinEmma:

Free Shaping habe ich zwar mal gehört, aber weiß eigentlich nix darüber. Muss ich mal googlen.

 

Wie ist das denn so zukünftig, wenn der Hund mit Clicker trainiert wird? Muss dann immer, ein Hundeleben lang, der Clicker mitgenommen werden? 

 

Öhm, versteht man mich? :think:

 

Emma ist nun 6 1/2 Jahre und wir sind natürlich nach diesen Jahren ein eingespieltes Team und sie beherrscht verschiedene Dinge, die einst in jungen Jahren trainiert wurden. Trotzdem lobe und belohne ich sie immer noch viel und gerne.

Wenn nun mit Clicker trainiert wurde: Nehmt ihr das Teil auch nach Jahren noch mit, um euren Hund zu belohnen?

 

Zum Clicker: Ich habe meinen schon lange nicht mehr dabei und nutze auch das Markerwort nicht immer. Also nein, den musst du nicht immer mitnehmen und du musst auch nicht immer mit Clicker trainieren. Zum Schildkrötenbeispiel: Wenn es bei Emma Click gemacht hat und sie länger vor der Schildkröte stehen bleibt um sie anzuzeigen, dann belegst du einfach dieses Verhalten mit einem eigenen Markerwort im Sinne eines Kommandos. Also zum Beispiel „Click“ + „Zeig‘s mir“ - so dass dann irgendwann „Zeig‘s mir“ als Kommando für Schildkröte zeigen, ganz ohne holen, steht. Der Clicker ist nur solange notwendig, wie es dauert bis Emma verstanden hat, welches exakte Verhalten von ihr du damit markieren willst, naja und danach noch ein Weilchen zum verstärken. Den Clicker auf immer und ewig für die Schildkröten einsetzen solltest du gerade nicht, denn dann besteht die Gefahr, dass der Clicker nicht mehr universell funktioniert als Kommunikationshilfe zum Hund („Exakt das ist es, was ich toll finde“), sondern von Emma nur noch mit der Schildkrötensache verknüpft ist. Mach mit dem Clicker unbedingt verschiedene Sachen an verschiedenen Orten, nur dann kannst du dir sicher sein, dass er von Emma richtig aufgefasst wird.

 

Free Shaping hast du, wenn du öfter mit dem Hund mit Clicker arbeitest. Wenn ich hier den Clicker raushole, dann weiß Linnie, dass es jetzt ans trainieren geht (für Linnie Megaspaß und Spiel) und dass es nur für „richtiges Verhalten“ den Click (und damit anschließend die Belohnung) gibt. Bei der Schildkrötensache ist es so, dass du einen Moment in der Verhaltenskette für Emma als gewünschtes Verhalten markieren willst. Oft willst du aber etwas Neues beibringen und da tastet man sich mit dem Clicker heran. Zum verdeutlichen ein Beispiel von uns:

 

Mein Ziel: Linnie soll sich auf unsere Personenwaage stellen, und zwar mit allen vier Pfoten, so dass ich das Gewicht sehe. Clickertrainimg läuft dann wie folgt:

 

Ich hole Clicker und Kekse und habe einen begeisterten aufgeregten Hund vor mir sitzen. Dann hole ich die Waage dazu und stelle sie ab. Linnie beschnuppert die Waage - Click+Keks. Linnie schnuppert wieder, nix passiert. Fragender Blick zu mir, schnuppert weiter, Kopf geht über die Waage - Click+Keks. Linnies schnuppert wie ne Dampflok an der Waage, fragender Blick zu mir, nix passiert, also weiter hinten, dabei berührt ihre Vorderpfote die Waage - Click+Keks. Weiter gehts, jetzt nur noch Clicks für Pfote/n auf der Waage. Hat Linnie nach 2-3 weiteren Clicks verstanden und stellt dann bereits energisch die Vorderpfoten auf die Waage, um den Click zu verdienen,... usw. 

Das ist jetzt natürlich eine sehr zusammengefasste Darstellung. In Wirklichkeit hat sich das über mehrere „Sitzungen“ hingezogen.

 

Wenn der Hund das Prinzip verstanden hat (und das tut er schnell), dann wird er schnell anfangen von sich aus verschiedene Verhaltensweisen anzubieten, um zu schauen, ob Dir etwas davon einen Click wert ist. Dann kannst du zum Beispiel einen neuen Gegenstand in den Raum werfen und schauen, was der Hund Dir anbietet und damit dann - mehr oder weniger - nützliche Tricks erarbeiten. Das wäre dann Free Shaping.

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vor 20 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Ich bin aufs Markerwort umgestiegen, dennoch löst der Clicker in Akuma nochmal eine stärkere Reaktion aus. 

 

Das kann ich für Linnie bestätigen. Clicker hat einen sichtbar stärkeren Effekt („erfreuter „AHA-Blick“ zu mir“)

 

Trotzdem habe ich den Clicker mittlerweile kaum noch dabei. Habe ich eine neue Baustelle (oder eine alte), dann nehme ich ihn aber nochmal mit. Jetzt in der Brut- und Setzzeit zum Beispiel, wo der Jagdreiz deutlich stärker ist.

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vor 11 Stunden schrieb KleinEmma:

So, nu will ich das einfach mal praktisch testen, aber nicht mit "Klick" als Wort oder überhaupt irgendein Markerwort. Eben weil bei uns (bei Emma) meine Lobesworte + meine echte Freude Belohnung sind. Klick sagen und danach mit Worten loben ist  für mich einfach doof.

 

Ich möchte mir nun nicht unbedingt einen Clicker kaufen, weil ich den garantiert zig Mal vergesse mitzunehmen - und auch nicht ein zusätzliches Ding in der Hand halten will.

 

Meine Idee ist: Ich nehme den "Schnipp" des Karabinerhakens. Aber, und nu kommt meine Frage an die Clicker-Profis: Diesen Schnipp nutze ich schon seit ich Hunde habe als zusätzlichen Rückruf. Alle meine Hunde kannten und kennen das und kommen auf dieses Geräusch hin zu mir und zwar so, als würde ich sie rufen. Aufgebaut ist das ganz einfach: Ich schnippe mit dem Karabiner, wenn ich den Rückruf mit einem "neuen" Hund übe. 

Diesen Schnipp nutze ich aber nur selten, zum Beispiel wenn ich mit einem anderen Hundehalter spazieren gehe, wir uns unterhalten und ich den Hund nicht mit Wort rufen will. Dann setze ich den Schnipp sein. Stört die Unterhaltung nicht und der Hund kommt trotzdem.

 

Kann ich diesen Schnipp nun trotzdem als Clicker nutzen? Also nochmal bei Schritt 1 des Clicker-Trainings beginnen - so wie @Annali das in meinem Thread erklärt hat: Schnipp = Belohnung. 

Du  kannst  als Belohnung nach  dem Klick auch  deine  Lobeswerte  und echte Freude  nehmen 😉

Ich persönlich finde  allerdings, dass  solche Dinge(Knuddeln, Spieli, Schnüffeln lassen, Freilauf  oä) viel Zeit wegnehmen und  die  Clickersession zu sehr unterbrechen.  Grade  am Anfang oder beim Shapen  oder  beim Clickfeuerwerk ist die  Clickerfrequenz  doch recht hoch.(15-20x in 2-3 Minuten). Das  geht  mit  Futter 😉 halt  schneller.

Es  spricht allerdings  auch nix  dagegen trotzdem  sein  echte  Freude  zu zeigen 😉 Besonders wenn  was  richtig gut geklappt hat, kann man  super  zusätzlich  einsetzen...

Man  muss nicht stumm daneben  stehen  und  mechanisch clicken und Futter reinstopfen 😉

 

Nein,  man nimmt  was  neues  Neutrales... zB  Kugelschreiber, schnipsen, schnalzen, Pfiff, Feuerzeug, Glöckchen 😉 Du kannst  auch zwei Löffel aneinanderhauen 😉  Ist unterwegs  vll  nen bissl  doof ...

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vor 1 Stunde schrieb KleinEmma:

Free Shaping habe ich zwar mal gehört, aber weiß eigentlich nix darüber. Muss ich mal googlen.

 

Wie ist das denn so zukünftig, wenn der Hund mit Clicker trainiert wird? Muss dann immer, ein Hundeleben lang, der Clicker mitgenommen werden? 

 

Öhm, versteht man mich? :think:

 

Emma ist nun 6 1/2 Jahre und wir sind natürlich nach diesen Jahren ein eingespieltes Team und sie beherrscht verschiedene Dinge, die einst in jungen Jahren trainiert wurden. Trotzdem lobe und belohne ich sie immer noch viel und gerne.

Wenn nun mit Clicker trainiert wurde: Nehmt ihr das Teil auch nach Jahren noch mit, um euren Hund zu belohnen?

Nein,  muss  man nicht...

Bei uns  läuft es  so,  das  einen  Trainingsaufbau  gibt. Wenn der Hund etwas(neues Verhalten, Trick, oä)  kann, kann man  das  wieder ausschleichen .

Man  muss  dieses  Verhalten  auch im Training  nicht  immer beclickern.

Man  darf  trotzdem  genauso  weiterleben und -loben  wie  vorher auch 😉

 

 

Aber:

Es gibt  immer was  zu Lernen, sei es  ein neues Verhalten, ein neuer Trick  oder man  will  den Hund  einfach  etwas mit Kopftraining  beschäftigen,  Man darf  den Clicker also  lebenslang  benutzen. 

Als  mein Hunde  älter wurden, bzw  Simba  nen Kreuzbandriss  hatte,  hab ich zB  Gymnastricks  mit  ihnen gemacht https://www.amazon.de/Gymnastricks-Gezieltes-Muskeltraining-für-Hunde/dp/3954640066/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&crid=18G4XK69IKKJB&keywords=gymnastricks+hunde&qid=1559372423&s=gateway&sprefix=gymnastricks%2Caps%2C183&sr=8-1

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Ich nutze das reine klickern auch ausschließlich zu Hause und da für Körperbewusstseinssachen/Tricks. Balancekissen, Elefantentrick (daraus wurde dann auch Fuß), Hinterbeine einzeln heben, Männchen machen, Rückwärts auf eine Erhöhung gehen, etc. Einfach Dinge damit der Hund seinen Körper besser kennenlernt und bewusster mit ihm umgehen kann und natürlich auch ein Stück weit Muskelaufbau (wobei ich es dafür zu selten mache).

 

 

 

 

 

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Sammy ist ein Hund, der komplett ohne Futter den Verstärker Clicker kennen gelernt hat :)Futter war ihm als junger Hund eher egal. Er frass, was er brauchte, um nicht zu verhungern. Ich bin heute noch dankbar, dass er langes Fell hat 😎

 

Spielzeug kam auch nicht in Frage, hat ihn nicht interessiert.

Das einzige, was ihn motivieren konnte, war Freude meinerseits.

 

Draußen war er mega anstrengend, hat alles angepöbelt, was irgendwo in Sichtweite war.

Da fällt es dann auch mal schwer, sich zu freuen, wenn er gerade mal die Klappe hält.

 

Also haben wir zu Hause seeeehr viele Tricks gelernt.

Zum einen, um meine Freude nicht durch anpöbeln von z. B. Autos zu trüben, zum anderen, um ihm das Clickern näher zu bringen und Selbstbewußtsein zu stärken.

Sammy kann mittlerweile über 70 Tricks.

Der letzte war: stell dich aufs Balanceboard und schaukel drauf rum *g*

Stärkt wunderbar die Hinterhand. :D

Ich arbeite mit ihm ausschließlich übers free shaping.

Den allerersten Trick (Pfote geben), hat er damals mit Hilfe erlernt.

 

Es gibt nämlich ziemlich viele Hunde, die erstmal lernen müssen zu lernen.

 

Bei Benny hab ich damals geclickert, dass er kommuniziert, bevor er mich beißen will.

Sitz oder so kann er bis heute nicht.

Das liegt daran, dass die Vorbesitzer ihm das mit grober Gewalt beibringen wollten (den Hintern so fest nach unten drücken, bis er eben saß).

Noch heute, Jahre später, guckt er misstrauisch-ängstlich, wenn ich sitz sage.

Hab ich dabei nen Keks in der Hand, knallt der Hintern auf den Boden.

Ohne Keks schaut er nur.

Benny hat gelernt: lernen ist kacke, mit Schmerzen verbunden.

Da ich äußerst selten ein sitz oder Platz brauche, kenne meine Hunde ein: XY, leg dich mal hin.

Dann wissen sie: wir verweilen hier länger und sie können entspannen.

 

Benny war rein über Futter zu belohnen. Hat man sich gefreut, wich er zurück.

Es hat Monate gedauert, bis der Kleine überhaupt mal gewedelt hat.

Unter Hunden ja, aber Menschen gegenüber nie.

 

Mittlerweile ist er über Lob/Freude zu belohnen. Aber Futter steht am höchsten im Kurs.

 

Das ist mittlerweile auch bei Sammy so.

Der freut sich immer noch, wenn ich mich freue, aber Kekse sind besser :D

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Da ich eh Futter für die Sommertour bestellen musste, habe ich direkt den Clicker mitbestellt. Wird wohl im Laufe der kommenden Woche ankommen.

Also, ihr habt mich echt neugierig gemacht. Jetzt bin ich ganz gespannt.

 

Danke für eure Erklärungen!

 

vor 3 Stunden schrieb Annali:

Mach mit dem Clicker unbedingt verschiedene Sachen an verschiedenen Orten, nur dann kannst du dir sicher sein, dass er von Emma richtig aufgefasst wird

 

Das wird eh so sein, denn wir werden in etwa 2 Wochen abreisen. D.h. die Schildkröten-Story geht dann erst im September oder Oktober weiter. Die Schildkrötengeschichte läuft übrigens weiterhin klasse. Mein Mann war gestern Abend mit spazieren und ganz begeistert. 

 

vor 2 Stunden schrieb piper1981:

Du  kannst  als Belohnung nach  dem Klick auch  deine  Lobeswerte  und echte Freude  nehmen 😉

 

Das sowieso :) Meine Freude ist automatisch vorhanden und die Lobesworte lass ich mir nicht nehmen - macht einfach viel zu viel Freude. 

Heute hätte ich gut mit Leckerlis trainieren können (wäre ich heute nicht wie eine Schlafwandlerin durch die Gegend gelatscht), denn heute Morgen hatte sie so richtig Lust auf Keks. Das kann aber morgen oder heute Abend wieder anders sein.

 

Interessant @Tina+Sammy was du über Sammy schreibst. Das ist ja ähnlich wie bei Emma. Lernen tut sie übrigens gerne und schnell, von Anfang an. 

 

So, nun bin ich wirklich gespannt und werde dann irgendwann berichten - oder Fragen stellen.

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Ich schließe mich mal dem clicker Training an. Hatte mir schon vor längerer zeit einen geholt, ihn aber bis heute nicht genutzt. 

 

Wie ist das am anfang? Wird der click erstmal mit kleinen sachen aufgebaut, damit das Geräusch mit belohnung gekoppelt wird? 

Als beispiel: padme bekommt kommando "sitz", poppes berührt boden, klick und belohnung? 

 

Die andere frage: draußen habe ich ein "super" eingebaut. Allein weil ich es genauer einsetzen kann, vor allem aus der Distanz. 

Heute dachte ich "irgendwie scheint es ein markerwort zu sein". Als beispiel: padme läuft zu schafskacke, schnüffelt dran, dreht den kopf ab, "super" und sie wendet sich sofort komplett ab und kommt zu mir um sich die belohnung abzuholen (hatte ich eingeführt, damit sie nicht frisst. Schnüffeln darf sie aber.)

Ist mein super ein markerwort? Und wenn ja. Ich würde es gerne auf distanz behalten, weil ich glaube der clicker bringt mir da nicht viel (Lautstärke technisch). Kann ich beides gleichzeitig nutzen, oder sollte ich den klick erstmal richtig aufbauen und auf distanz das super erstmal nicht für neues einsetzen?

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vor 17 Minuten schrieb Amidala:

Ich schließe mich mal dem clicker Training an. Hatte mir schon vor längerer zeit einen geholt, ihn aber bis heute nicht genutzt. 

 

Wie ist das am anfang? Wird der click erstmal mit kleinen sachen aufgebaut, damit das Geräusch mit belohnung gekoppelt wird? 

Als beispiel: padme bekommt kommando "sitz", poppes berührt boden, klick und belohnung? 

 

Die andere frage: draußen habe ich ein "super" eingebaut. Allein weil ich es genauer einsetzen kann, vor allem aus der Distanz. 

Heute dachte ich "irgendwie scheint es ein markerwort zu sein". Als beispiel: padme läuft zu schafskacke, schnüffelt dran, dreht den kopf ab, "super" und sie wendet sich sofort komplett ab und kommt zu mir um sich die belohnung abzuholen (hatte ich eingeführt, damit sie nicht frisst. Schnüffeln darf sie aber.)

Ist mein super ein markerwort? Und wenn ja. Ich würde es gerne auf distanz behalten, weil ich glaube der clicker bringt mir da nicht viel (Lautstärke technisch). Kann ich beides gleichzeitig nutzen, oder sollte ich den klick erstmal richtig aufbauen und auf distanz das super erstmal nicht für neues einsetzen?

 

Bin zu blond, um aus einem anderen Thread zu zitieren :blush:. Deshalb nun so. @Annali hat mir den Aufbau im Thread "Anzeigen üben" erklärt (kannst dir ja die "Schildkröten" wegdenken :)

 

Zitat

Beim Markerwort geht es (wie beim clicker) darum, ganz exakt den Zeitpunkt zu belohnen, wenn der Hund das gewünschte verhalten zeigt - denn bekanntlich ist ja Timing bei der Hundeerziehung das A und O 

 

Der Aufbau wäre grob zusammengefasst wie folgt:

 

1. Markerwort konditionieren

Hier geht es erst einmal darum, einen pawlow‘schen Zombie aus dem Hund zu machen (Scherz natürlich) - naja, ein bisschen schon. Such dir anfangs Momente, wo Emmas Aufmerksamkeit bei dir ist und ansonsten sollte es ablenkungsfrei sein, vor allem geht es erstmal darum, dass Emma nix macht. Ideal ist ein Zeitpunkt, wenn sie Dir mit einem „Ist nicht langsam Fütterungszeit?“-Blick hinterherschmult. Dann sagst du einfach „Klick“ und Zack fliegt ein Keks. Das ganze ein paar mal wiederholen. „Klick“ - Keks ... „Klick“ - Keks ...

 

Und das wiederholst du dann in den nächsten Tagen immer mal wieder. Ganz wichtig: Sie soll nix besonderes machen, sondern einfach nur lernen, dass auf das Wort „Klick“ IMMER eine Belohnung kommt, das Wort ist also ein Keks-Versprechen und wird niemals gebrochen (oder Wurst oder Hühnchen,...)

 

Du wirst sehr bald registrieren, dass die Lektion verstanden wurde - sobald der Hund anfängt zu sabbern, wenn das Wort fällt, kann man zum nächsten Schritt übergehen.

 

2. Mit dem Markerwort tricksen

Schluss mit Schlaraffenland - die nächste Lektion sieht vor, dass Emma lernt sich das Zauberwort zu verdienen. Schaffe eine ablenkungsfreie Umgebung und gebe ihr erstmal ein paar Kommandos, die sie kennt (Sitz, Platz, Pfötchen - was auch immer). Für jedes korrekte ausführen kommt das Wort „Klick“ und der Keks fliegt. Das Wort kommt immer in der exakten Sekunde, wenn sie das gewünschte tut (Allerwertester berührt den Boden zum Beispiel). Emma lernt, dass das Wort immer dann kommt, wenn sie etwas richtig gemacht hat. 

 

Ein nebeneffekt ist übrigens, dass das Markerwort von den Hunden schnell als Auflösung des Kommandos interpretiert wird, weil der Hund ja als Reaktion auf das „Klick“ sofort kommt, um den Keks einzusammeln - bei einem Platz oder Sitz verlässt er dann ja die Position. Das solltest du im Hinterkopf behalten. 

 

3. Markerwort für Neues anwenden 

 

Wenn das das mit dem „Klick“ für bekannten Trick sitzt, dann fang an neue Sachen zu etablieren. Viele Hunde haben viel Spaß am Clickern (egal ob mit Clicker oder mit „Klick“-Markerwort) und bieten von sich aus verschiedene Verhaltensweisen an, probieren aus, ob Dir etwas Neues ein „Klick“ wert ist. Und die Verhaltensweisen, die du mit dem „Klick“ markierst, werden natürlich auch wiederholt. Und so kannst du gewünschte Verhaltensweisen ganz unauffällig beim Hund etablieren. 

 

Bei den Schildkröten sagst du also in dem Moment „Klick“, wenn sie die Schildkröte entdeckt hat und diesen winzigen Augenblick innehält (bevor sie zum Bringen übergeht). Darum ist ein ganz kurzes, einsilbiges Markerwort so sinnvoll, damit kannst du viel präziser einen Augenblick für Emma benennen und für Emma ist es viel leichter zu verstehen, was du von ihr willst. Wenn das „Klick“ im richtigen Augenblick kommt (und du vorher geduldig genug warst, das Markerwort vernünftig zu etablieren), dann wird Emma ganz automatisch zu Dir kommen und den Keks abholen, ein bisschen wie ein Reflex. 

 

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