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Hundeforum Der Hund
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Blickkontakt zu Hunden - man liest unterschiedliches darüber

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vor 14 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich würde meinen, daß das wenn nur begrenzt übertragbar ist. Bei den meisten Hunden weitaus mehr Informationsammlung über andere Sinnesorgane, vor allem die Nase. Das ist natürlich spekulativ, aber die Augen dienen bei meinem Hundaußer bei Menschen eher der Grobeinschätzung, wann bewegt sich wo etwas in welche Richtung.

 

Aber funktionieren die Sinnesorgane nicht alle trotzdem reflexartig? Ich denke da beispielsweise an den Versuch mit Menschen in Bezug auf den Geruchssinn bei der Partnerwahl. Mir ist das nicht bewusst gewesen das wir darauf so explizit achten. das wir Frauen uns sogar mehrheitlich in Wartezimmern bevorzugt auf Plätze setzen auf denen zuvor Männer saßen. Das wird alles unbewusst wahrgenommen und "entschieden". Dabei sind wir als Spürhunde absolute Nieten.

Wir nehmen sogar den Geruch von Rauch intensiver wahr als beispielsweise den Geruch von Blumen. Weil unser Instinkt uns vor Feuer warnen möchte usw. 

 

Es ist immerhin sinnvoll im Zuge des Überlebens das alle Sinnesorgane so schnell und effektiv wie möglich arbeiten. Egal wie schlecht sie auch ausgeprägt sein mögen um ein Maximum an Überlebenschancen zu haben. So mein Gedankengang. Warum sollte es beim Hund also anders sein. Auch er wird so denke ich mir, instinktiv und reflexartig mit den Augen arbeiten.

 

Allerdings weiß ich nicht auf welche Sachen die Augen "eingestellt" sind es gibt noch kein eye-tracking für Hunde. Ich tendiere mal zu der Überlegung es könnte auf jeden Fall Bewegung sein, ähnlich wie beim Menschen (das ist für die Jagd praktisch). Augen schließe ich deshalb nicht aus, weil alle Lebewesen nun mal welche haben und egal wie unterschiedlich wir auch Aussehen (Vogel, Hund, Mensch, Katze) die meisten Lebewesen an Land die für den Hund von Bedeutung sind haben ovale bis runde Augen. Wäre praktisch so etwas schnell herausfiltern zu können. Auch für das Raubtier mit guter Nase, denn es wäre eine gute Stütze.

Kann aber sein das Hunde sich tatsächlich auf was anderes eingestellt haben, weil sie niedriger sind oder weil die Evolution sich noch einen Trick ausgedacht hat von wir noch nichts wissen. ;) Behaupten will ich nichts.

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vor 14 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich würde meinen, daß das wenn nur begrenzt übertragbar ist. Bei den meisten Hunden weitaus mehr Informationsammlung über andere Sinnesorgane, vor allem die Nase. Das ist natürlich spekulativ, aber die Augen dienen bei meinem Hundaußer bei Menschen eher der Grobeinschätzung, wann bewegt sich wo etwas in welche Richtung.

 

Ja und nein.

Ich mache ja Mantrailing, und da ist die Nase natürlich das Haupt-Organ. Aber wenn man nicht gerade einen extremen Scent-Hound (Bloodhound, Beagle oder Schweißhunde zB) an der Leine hat, so arbeiten die Hunde immer AUCH mit den Augen. Wenn sie etwas sehen, was ungefähr dem entspricht was sie kennen (zB eine sitzende Person) wird sehr schnell die Nase nebensächlich und erstmal visuell eingeschätzt. Manche Hunde stehen da und "glotzen" erstmal, dann setzen sie die Nase ein und wenn der Wind günstig weht, also von der Sache weg, wird der Hund schnell merken dass es nicht die gesuchte Person ist.

Steht der Wind "verkehrt", also hin zur Sache, dann kann es gut sein dass der Hund erstmal aufgeregt hinzerren würde um dann erst jurz vorher zu merken, dass das verkehrt war (oder auch erst wenn er direkt dran ist ;) )

 

Bei Sight-Hounds (Windhunden etc) ist es noch offensichtlicher, dass die Augen eine extrem wichtige Rolle spielen. Sie sind schneller abgelenkt von visuellen Reizen, und auch von statischen Objekten sind sie schneller "getäuscht". Das kann man natürlich trainieren, aber bei diesen Rassen wird es immer eine größere Rolle spielen als beim Bloody zB (der sieht eigentlich eh nix... ich hab mal einen erlebt, der gegen eine Laterne lief :P:D (Nix passiert!) )

 

Vielen Hunden muss man auch das suchen mit der Nase erstmal beibringen, weil sie mit der Spur an sich erstmal nur wenig anfangen können. Sie tun es in ihrem Leben einfach viel weniger als sie es in irgendeiner Wildnis müssten um zu überleben.

Auch ein Artgenosse wird oftmals erst visuell wahr genommen, dann irgendwann setzt die Nase ein. Manche Hunde brauchen auch so lange bis sie sich konzentrieren können auf ihren Riechkolben, bis der andere Hund vorbei gegangen ist.

 

 

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Hm, es war doch die Frage, ob die Augenstudie bei Menschen auf Hubde übertragbar ist - das würde mit "Nein" eingeschätzt.

 

Zweifelsohne setzen Hundd ihre Augen ein, sind im Dunklen und bei Bewegungssehen sogar bevorteilt.

 

***

 

Zwei Frauen kommen und heute entgegen, Akuma abgeleint, weicht selbstständig aus, Yoma an der Schleppleine.

 

"Ist das ein Shiba Inu?"

Bejaht.

Die andere: "Die kommen ja gar nicht her zum Streicheln."

Antworte, dass die Reserviertheit rassetypisch ist.

Sie versucht Yoma stimmlich anzulocken und guckt ihn direkt an, Yoma gähnt und wendet den Kopf ab (hab Zeugen dafür :3_grin:). 

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vor 20 Stunden schrieb Hoellenhunde:

 

Sie versucht Yoma stimmlich anzulocken und guckt ihn direkt an, Yoma gähnt und wendet den Kopf ab (hab Zeugen dafür :3_grin:). 

 

Das glaub ich dir auch ohne Zeugen :)

Deine Beobachtungen sind ja sicherlich nicht falsch oder gar erfunden, ich bin sicher dass NIEMAND hier das so sieht. Nur... andere haben halt andere Beobachtungen, und die sind auch nicht erfunden oder falsch, oder "nicht genau hingesehen".

Ich werde weiter schauen, denn ich schließe immer noch nicht aus, dass ich eben doch etwas übersehen hab.

 

vor 21 Stunden schrieb Hoellenhunde:

Hm, es war doch die Frage, ob die Augenstudie bei Menschen auf Hubde übertragbar ist - das würde mit "Nein" eingeschätzt.

 

 

 

Ist mir klar, aber gebemeinensenfdazu schrieb (siehe mein zitierter Text), und ich wollte den Part in dem sie schrieb dass die Augen beim Hund nur zur Grobeinschätzung dienen etwas relativieren.

 

Dass die Augenstudie nicht 1:1 übertragbar ist sehe ich auch so.

 

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vor einer Stunde schrieb Lemmy:

Ist mir klar, aber gebemeinensenfdazu schrieb (siehe mein zitierter Text), und ich wollte den Part in dem sie schrieb dass die Augen beim Hund nur zur Grobeinschätzung dienen etwas relativieren.

Ja ist bestimmt so, ich hab' mich darin auch nur auf meinen Hund bezogen, der nicht ganz repräentativ ist, weil er noch kurzsichtiger ist  als Hunde eh schon sind- das schiebt ihn automatisch in die Scent Hound Richtung.

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Ach, schau an  - hab ich mich doch glatt verlesen und das "meinem" übersehen! :o

 

Ups, dann hätte ich mir meinen Text auch sparen können, tut mir leid. :) 

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vor 18 Minuten schrieb Lemmy:

Ups, dann hätte ich mir meinen Text auch sparen können, tut mir leid. :) 

Nein, bloß nicht, Lemmy! :)

 

vor 4 Stunden schrieb Lemmy:

Dass die Augenstudie nicht 1:1 übertragbar ist sehe ich auch so.

Welche Studie ist denn schon 1:1 auf irgendwen übertragbar? Trotzdem kann jede Studie wichtige Beiträge leisten, wenn man daran interessiert ist, genauer hinzuschauen. Für mich war das sehr plausibel, dass "sozialängstliche" Menschen sich sehr auf die Augen konzentrieren. (Habe ich das annähernd richtig verstanden, @Michelle003?) Ich sehe keinen Grund, warum das bei Hunden anders sein sollte. Schließlich widmen wir alle unseren Ängsten die größte Aufmerksamkeit. Und gleichzeitig unseren Talenten. Was dann wiederum bedeuten würde, dass nicht der Blickkontakt an sich das Problem ist, sondern das, was man damit verbindet, das was man darin sieht oder erhofft/befürchtet, darin zu sehen... 

 

So oder so. Ich denke, dass wir viel zu schnell urteilen und viel zu wenig wirklich hinschauen. Deswegen mochte ich so gerne Michelle003s Ausführungen und die Reaktionen darauf lesen. Einfach weil sie Blickwinkel eröffnen, die mir einerseits nicht neu sind mich aber in dem Zusammenhang und vor allem in dieser Ausführlichkeit wieder neu zum Denken anregen. (Und weniger gerne mochte ich lesen, diesen Beitag als "irrelevant" wegwischen zu wollen...)

Ich habe einen sozialängstlichen, aggressiven "Augenhund" und einen sozialsicheren, aber bissigen "Nasenhund". Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die beiden ihre individuellen Stärken und Schwächen einsetzen. Z.B. auch auf eine Fährte: Zum Ziel kommen sie beide (und Spaß haben sie auch dabei). 

 

Am ‎07‎.‎07‎.‎2018 um 22:52 schrieb Hoellenhunde:

Yoma gähnt und wendet den Kopf ab

Und was genau sagt das jetzt aus? Ich glaube dir auch, dass Yoma sich in dem Moment "ungemütlich" gefühlt hat. Du kennst ihn und du warst dabei. Aber es sagt eben nichts darüber aus, wie es Hunden allgemein geht, wenn sie gähnen und den Kopf wegdrehen. Von "Entschuldigung, gnädige Frau, ich habe sie nicht bemerkt, ich wünsche ihnen ebenfalls einen schönen Tag" über "Huch, was willst du denn?" bis zu "lass mich bloss in Ruhe" kann es alles sein. Und es sagt auch nichts darüber, ob der Hund damit zurecht kommt oder nicht, ob er also wirklich ein Problem hat, das er alleine nicht lösen kann. Und viele Hunde können "das Problem Blickkontakt" offensichtlich lösen … Wäre es nicht interessanter darüber nachzudenken, warum sie das können und wie sie es gelernt haben? 

 

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Ging mir darum, dass er den direkten Blickkontakt nicht mag

 

Es stellt kein Problem dar, dass er das nicht mag

Das ist wie bei Umarmungen, er muss nicht lernen, dass das nicht schlimm ist. :)

 

 

Er löst es, indem er beschwichtigt. Finde ich gut.

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vor 6 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Ging mir darum, dass er den direkten Blickkontakt nicht mag

Ja, und mir geht es darum, dass meine Hunde lernen, auch mit Dingen umzugehen, die sie nicht mögen. Ist nämlich kein schönes Leben, wenn sie es nicht können...

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vor 2 Stunden schrieb mimimi:

Ja, und mir geht es darum, dass meine Hunde lernen, auch mit Dingen umzugehen, die sie nicht mögen. Ist nämlich kein schönes Leben, wenn sie es nicht können...

 

Davon hat Hoellenhunde auch gar nicht geredet:

 

vor 2 Stunden schrieb Hoellenhunde:

Ging mir darum, dass er den direkten Blickkontakt nicht mag

 

Es stellt kein Problem dar, dass er das nicht mag

Das ist wie bei Umarmungen, er muss nicht lernen, dass das nicht schlimm ist. :)

 

 

Er löst es, indem er beschwichtigt. Finde ich gut.

 

Yoma mag das nicht und er muß auch nicht lernen, das zu mögen. Er kann aber damit umgehen (letzter Abschnitt). Es ist in Ordnung, daß er das nicht mag. Und aufgrund der Erfahrungen mit ihren eigenen Hunden (meine sind da recht ähnlich mit Suhna), unterläßt sie das bei fremden Hunden, um sie nicht potentiell in eine Situation zu bringen, die sie nicht mögen. So hab ich das verstanden.

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